Sven Kaczor will die Marke VfK Nordbögge stärken

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Sven Kaczor will in Nordbögge die Jugendspieler weiterentwickeln und langfristig an den Verein binden.

BÖNEN - Viel retten konnte Sven Kaczor nicht mehr. Der VfK Nordbögge war Tabellenletzter der Kreisliga A, als er im März das Traineramt vom glücklosen Jürgen Serr übernahm. „Ich bin spät eingestiegen, vielleicht zu spät“, erklärte Kaczor. Der Vorstand des Vereins um Thorsten Würz hatte den ehemaligen Spieler des VfK zwar schon auf dem Zettel, allerdings zunächst als Initiator eines Neustarts mit der kommenden Spielzeit.

Nordbögge blieb auch unter Kaczor auf dem letzten Platz. „Haken drunter. Ich habe versucht, das Beste daraus zu machen, die Trainingsbeteiligung war auch wieder gut“, sagt er. Die vielen Verletzungen hätten das „Wunder“ verhindert. Der Neustart ist somit auch in einer neuen, tieferen Liga angesagt.

Das Rad neu erfinden wird und will Kaczor nicht: „Wir werden vermehrt auf die eigene Jugend setzen“, erklärt er, der schon Jugendtrainer bei seinem Stammverein TuS Wiescherhöfen war. Wichtig sei die Identifikation der Spieler mit dem Verein. Mit seiner Erfahrung will er die in die Senioren aufrückenden A-Jugendlichen weiterentwickeln – mit Hilfe weiterer erfahrener Fußballer. Daniel Friebe gehört mit Olaf Römer zum Trainerteam. Dazu kommen mit Nico Neufeld (pausiert, früher SpVg Bönen) und Patrick Karbstein (früher SVF Herringen) zwei weitere so genannte Führungsspieler dazu. „Aber an sich zählt nicht das Alter, ob alt oder jung, sondern ob es gute Fußballer sind“, sagt Kaczor. „Und die beiden können mit jungen Leuten“, ergänzt er, „sind in der Lage, den Jungs den Spaß am Fußball wieder zu vermitteln. Wenn du die ganze Saison einen drüber kriegst, verlierst du den nämlich.“

Wichtig ist also zum einen die Entwicklung junger Spieler aus den eigenen Reihen: „Dazu gehört auch, dass alle Mannschaften im Verein zusammenarbeiten“, erklärt Kaczor, „die Verantwortlichen sich regelmäßig zusammensetzen und die Kommunikation funktioniert. Das ist schon erheblich besser geworden.“ An ganz praktischer Trainingsarbeit sei vor allem der taktische Bereich ausbaufähig.

Vesrstärkungen von außerhalb lehnt der neue Trainer natürlich nicht ab. „Aber leicht ist es für uns nicht. Ich hatte schon fünf feste Zusagen“, sagt Kaczor, „aber die sind dann doch dem Ruf des Geldes gefolgt.“ Und Geld gebe es an der Feuerwache auch weiterhin nicht zu verdienen, unterstreicht der Coach des Neubeginns. - ml

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