SpVg fordert den Meister

Bönen - Die Fußballsaison neigt sich auch im Amateurbereich dem Ende entgegen. Für die drei Bönener A-Ligisten sind zwei Spieltage vor Schluss die wichtigsten Fragen geklärt, es geht nur noch um Prestige.

Da rückt vor allen Dingen die Partie des Tabellenzweiten SpVg Bönen in den Blick, der beim feststehenden Meister VfL Mark zum Spitzenspiel antritt.

IG Bönen – SV Stockum (Sonntag 15 Uhr, Schulzentrum/Hinspiel 0:3).

Die IG machte am vergangenen Spieltag mit einem 5:4-Sieg in Herringen den Klassenerhalt perfekt. Für Trainer Sven Kabutke einen nervenaufreibendes Erlebnis, obwohl er wegen einer Verletzung gar nicht mit an die Schachtstraße gefahren war. So musste er zu Hause mitzittern, sah wie die Konkurrenten TuS 59 und TSC Hamm II Siege einfuhren, während sein Live-Ticker zwischendurch aussetzte. „Da bin ich lieber am Spielfeldrand“, erklärte Kabutke nachher.

Immerhin kann er am Sonntag wieder auf der Bank sitzen und das letzte Heimspiel seiner Mannschaft in dieser Saison direkt vor Ort verfolgen – wenn auch in seinen Bewegungen eingeschränkt. Am Schulzentrum wollen die Bönener einen Dreier einfahren, obwohl die Gäste aus Stockum als Favorit gelten. „Das ist aber wieder eine Mannschaft, die uns vom Spielerischen her liegen müsste“, freut sich Kabutke auf eine offene Partie. Ihm fehlen der rotgesperrte Ufuk Turan sowie Arman Kuba wegen eines Türkei-Aufenthalts. Nicht sicher war sich Kabutke, ob Erdinc Karka rechtzeitig aus dem Urlaub zurück ist.

VfL Mark – SpVg Bönen (Sonntag 15 Uhr, Zechenstadion/ Hinspiel 4:1).

Kurz vor dem Jahresende empfing die SpVg den VfL noch als Tabellenführer, die Punkte vom Ascheplatz am Rehbusch nahm aber hochverdient der Gast mit. Mittlerweile stehen die Marker bereits als Meister fest und bereiten sich auf das Entscheidungsspiel um den Aufstieg gegen den Holzwickeder SC II vor. 13 Siege und nur ein Unentschieden lautet die nahezu makellose Rückrundenbilanz. Die Konkurrenz – darunter auch die Bönener – schwächelte dagegen.

Am vorletzten Spieltag will der Tabellenzweite vom Rehbusch, der mit einem Sieg diesen Platz zementieren würde, dem Meister noch einmal ordentlich Paroli bieten. „Da habe ich zumindest noch Bock drauf“, sagt Trainer Hendrik Dördelmann: „Es macht immer Spaß gegen den Meister zu spielen, auch wenn es nur besseren Freundschaftsspielcharakter hat. Wir wollen uns von unserer besten Seite zeigen.“ Nachdem die Bönener durch ihre Niederlagenserie den Kontakt zum VfL abreißen lassen mussten, wollen sie beweisen, dass sie mit den Markern mithalten können. Im Hinspiel gelang das nur in der zweiten Hälfte. „Da haben wir was gutzumachen“, findet Dördelmann nach der einzige Hinrunden-Niederlage seines Teams.

Allerdings fehlt dem Trainer erneut das Personal. Er hofft, dass Jörn Holtmann (muskuläre Probleme) und Björn Kempe mitwirken können. Denn neben den Langzeitverletzten und den drei Spielern, die die Saison in der Reserve zu Ende spielen, fällt nun auch Yannic Weißenberg (Urlaub) aus. Für Patrick Heller wird wieder Alexander Berchem im Tor stehen. „Es hat seine Sache gegen den HSC gut gemacht“, lobt Dördelmann.

Da an der Realschule Mark aktuell der neue Kunstrasenplatz gebaut wird, findet die Partie am Zechensportplatz hinter dem Autohaus Potthoff statt, wo früher Westfalia Hövel spielte.

Hammer SC – VfK Nordbögge (Sonntag 15 Uhr, Pilsholz/Hinspiel 0:5).

Obwohl der VfK schon seit drei Wochen endgültig weiß, dass er in die Kreisliga B runter muss, spielen die Nordbögger noch eine ganz wichtige Rolle im Abstiegskampf. Am vergangenen Sonntag schaffte der TuS 59 Hamm als Drittletzter nur mit Mühen einen 3:2-Sieg, jetzt gastiert die Mannschaft von Trainer Sven Kaczor beim Viertletzten in Westtünnen. „Wir haben nichts zu verlieren. Für den HSC geht es noch um was. Der Druck liegt daher bei denen“, so der Coach.

Gegen den TuS 59 waren die Nordbögger lange die bessere Mannschaft, hatten am Ende aber nichts mehr zuzusetzen. Das lag auch daran, dass Kaczor verletzungsbedingt schon in der ersten Hälfte zweimal wechseln musste. „Die Wechsel haben uns aus dem Konzept gebracht“, so der Trainer. Ob Philip Wittenborn (Knie) und Jan Bothe (Leiste) am Sonntag spielen können, ist fraglich. Dazu fällt Kapitän Jonas Wiggermann aufgrund seiner fünf gelben Karte. „Uns fehlen bis zu zwölf Spieler“, beklagt Kaczor, der niemanden aus der abstiegsbedrohten Reserve abziehen will und eventuell auf Alte-Herren-Spieler zurückgreift. „Wir müssen wieder einmal die Aufstellung knobeln. Aber wir wollen das Beste daraus machen.“ - bob

Rubriklistenbild: © dpa

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