SpVg kann nicht mehr gewinnen

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Bei der SpVg ist der Wurm drin: Hier verstolpert Yusuf Senel nach einem gewonnenem Zweikampf den Ball.

Bönen - Frustriert saß Hendrik Dördelmann auch Minuten nach dem Schlusspfiff noch auf der Ersatzbank am Rehbusch. Die 0:2 (0:2)-Heimniederlage gegen den Yunus Emre HSV war die vierte SpVg Bönen der Fußball-Kreisliga A1 in Folge. Der Trainer des Tabellenzweiten war ratlos: „Ich kann es auch nicht erklären“, suchte der Coach nach Gründen für den Negativlauf.

Denn im Gegensatz zum Derby gegen die IG vor einer Woche (2:3) präsentierte sich die SpVg gegen Yunus Emre von Beginn an hellwach und aggressiv in den Zweikämpfen. „Wir haben gut angefangen und uns oft außen durchgesetzt“, sagte Dördelmann. Doch das Sturmproblem der vergangenen Wochen setzte sich fort. „Wir rücken dann nicht nach und sind nicht da“, vermisste der Trainer die Präsenz im Strafraum. Ein abgeblockter Schuss von Kevin Scheibke war daher die einzig nennenswerte Aktion (15.) der bis zum Sechzehner starken Gastgeber.

In der Abwehr schlug sich Bönen wiederum selbst. Beim ersten richtigen Angriff der Gäste tauchte Mustafa Saadouni plötzlich vor Keeper Ralf Thiemann auf und vollstreckte zum 1:0. Der Trainer der zweiten Mannschaft ersetzte den verletzten Patrick Heller. „Das Gegentor bricht uns das Genick. Dann ist die Verunsicherung wieder da, nachdem wir uns vorher durch gute Aktionen Selbstvertrauen geholt haben. Das zieht sich wie ein roter Faden durch“, meinte Dördelmann.

Während bei Bönen nichts mehr viel zusammenlief, setzte Yunus Emre weiter auf Nadelstiche. Die waren selten, aber brandgefährlich. So musste Sebastian Schneck gemeinsam mit Thiemann in höchster Not gegen Saadouni klären (37.). In der 43. Minute unterlief Yusuf Senel dann ein Stockfehler, den Beyar Sami Shebab zum 2:0 nutzte. „Wir haben das gemacht, was wir vorhatten und haben auf Konter gespielt“, sagte Yunus-Emre-Coach Orhan Secer. Die Antwort noch vor der Pause verpasste Scheibke, als er aus guter Position nur einen Kopfballwischer zustande bekam (45.).

Die Gäste zogen sich nach dem Wechsel noch weiter zurück, um Kraft zu sparen, wie Secer erklärte. Die Taktik hätte mithilfe der Bönener fast zum dritten Tor geführt. Doch nach Fehlern von Cengiz Güner (47.) und Yannik Weißenberg (50.) verzog Batak erst und scheiterte anschließend an Thiemann. Die SpVg rannte mit dem Mut der Verzweiflung an, blieb meistens hängen, hatte aber auch Abschlüsse durch Scheibke (49., 90.), Hussein (73.), Wittwer (86., 88.). In vielen weiteren Szenen fehlte aber die letzte Kaltschnäuzigkeit im Strafraum. - bob

SpVg: R. Thiemann – Senel (46. Kempe), Wöllert, Schneck (46. Güner), Weißenberg – Holtmann, Poljsak – O. Hussein (73. Lenser), Korkmaz, Wittwer – Scheibke

Yunus Emre: B. Bacak – H. Metin – Ipek, M. Metin – Asanov, Köroglu – Altun (64. Dal), Sari (76. Coskun), Sami Shebab –N. Bacak, M. Saadouni (85. Cavusoglu)

Tore: 0:1 M. Saadouni (22.), 0:2 Sami Shebab (43.)

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