SpVg gibt sich in Wiescherhöfen keine Blöße

+
Thorsten Renk war von Wiescherhöfens Verteidigung gestern nicht zu stoppen.

Kreisliga A (1): TuS Wiescherhöfen II – SpVg Bönen 0:3 (0:2). „Wir sind am Ball geblieben“, lobte Bönens Trainer Hendrik Dördelmann, „ich bin sehr zufrieden.“

Ein schnelles Tor half den Gästen auf den richtigen Weg. Niclas Arenz schlug den Ball in der dritten Spielminute per Freistoß in den Wiescherhöfener Strafraum. Die Verteidigung des Gastgebers konnte nicht klären. Thortsen Renk setzte sich durch und traf zum 0:1. Das Bönener Offensiv-Duo stand für alle Torszenen in der ersten Hälfte. In der 26. Minute wurde ein Fernschussversuch von Arenz zunächst geblockt, der Bönener blieb aber am Ball und passte in die „Lücke“. Renk erspurtete den Ball und schloss mit dem 0:2 ab. Es hätte kurz darauf 3:0 stehen können, als wieder Arenz einen Heber setzte, den Renk volley nahm und unter die Latte hämmerte. Er stand wohl nicht im Abseits, allerdings Steffen Keil. Der gute Schiedsrichter Peter Berkemeier gab den Treffer nicht. Für die Gastgeber stand ein Pfostenkracher von Sven Ludyga, der anschließend auch noch an SpVg-Torwart Aliasl Rasool scheiterte. Ansonsten stand die Bönener Deckung mit der Viererkette Malik Öncül, Cengiz Güner, Jörn Holtmann und Raphael Poljsak sicher. Vor allem Güner beruhigte durch seine Ballsicherheit das Spiel.

„Es wären durchaus noch drei vier Tore mehr drin gewesen“, erklärte Dördelmann zur zweiten Hälfte. Arenz, Renk und Florian Bednarek vergaben. „Wir haben auch zuviel spielerische Lösungen gesucht statt einfach abzuschließen.“ So blieb es beim einzigen Tor durch Manuel Müller. Das war allerdings schön durchkombiniert. Erneut war Arenz der Ausgangspunkt, Sebastian Kromke gab den Querpass zum Torschützen, der ohne Mühe zum 3:0 für die Gäste einschob.

Nun hat die SpVg am kommenden Spieltag spielfrei bevor nacheinander die richtigen Brocken Werne, BV 09 Hamm und Herringen auf der anderen Seite des Platzes stehen werden.

TuS: Harbach – Moosburger (61. Pazdzierny), Piersch, Kodaman, Abbi, Yilmaz, Kleine, Ludyga, Bilgic (67. Korkmaz), Degelmann (70. Clever), Mryka

SpVg: Rasool – Öncül, Holtmann, Güner, Poljsak, Keil (43. Kromke), Wittwer, Arenz, Bednarek, Müller (73. Weißenberg), Renk

Tore: 0:1 Renk (3.), 0:2 Renk (26.), 0:3 Müller (67.)

Bes. Vork.: gelb-rote Kartte gegen Pazdzierny (TuS II/75.) wegen wiederholten Foulspiels

Hammer SpVg III – IG Bönen 3:4 (3:1). Viel Positives konnte Tayfun Basyigit dem Kreisliga-A-Spiel seiner IG Bönen gegen die Hammer SpVg III nicht abgewinnen. Dabei fuhr seine Mannschaft einen 4:3 (3:1)-Auswärtssieg ein. Doch es schien fast, als würde sich der Spielertrainer der Bönener für den Dreier schämen. „Das war ein unverdienter Sieg von uns, das sage ich ganz ehrlich“, bekannte er offen, „wir hätten uns nicht beklagen dürfen, wenn wir heute als Verlierer vom Platz gegangen wären.“

Vielleicht würde Basyigit den knappen Erfolg positiver betrachten, wenn ihm nicht die letzten Minuten komplett die Laune verhagelt hätten. Mit Doppeltorschütze Oguzhan Öztürk und Laye Toure sahen zwei seiner Spieler kurz vor Ende der Partie glatt Rot und werden wohl in den nächsten Wochen nicht zur Verfügung stehen. „Lieber hätte ich die Punkte hiergelassen, aber dafür das Spiel zu elft beendet“, stöhnte Basyigit, der ohnehin schon Personalprobleme hat. Beide Platzverweise hatten auch ihre Berechtigung, was den IG-Coach aber ärgerte, dass Toure vor seiner Tätlichkeit von seinem Gegenspieler geschlagen wurde. Das ahndete der Referee nur mit Gelb. „Es waren einige fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichters dabei heute“, bemängelte er. Viel mehr missfiel ihm allerdings die Darbietung seiner Mannschaft.

Dabei erwischte die IG einen guten Start, Öztürk brachte seine Mannschaft in der 10. Minute in Front. Doch dann verfiel der Tabellenelfte in alte Muster und brachte sich durch individuelle Fehler in der Defensive selbst in die Bredouille. Die HSV nutzte das und schoss in kürzester Zeit eine 3:1-Führung heraus (19., 25., 32.). „Defensiv waren wir heute komplett instabil und wacklig“, kritisierte Basyigit scharf. In der Pause wurde der Spielertrainer dann laut – und die Ansprache fruchtete. „Ich habe gesagt, auch wenn fußballerisch gar nichts läuft heute, können wir wenigstens kämpfen“, meinte er. Und das taten seine Schützlinge. Ein spielerischer Leckerbissen wurde die Begegnung allerdings nicht mehr.

Kurz nach Wiederbeginn traf Öztürk zum zweiten Mal (47.). Und Basyigit selbst glich zum 3:3 aus (70.). Der eingewechselte Mertlan Akkaya erzielte schließlich den 4:3-Siegtreffer (86.). Und so fand Basyigit schließlich doch etwas Poitives: „Der Kampfgeist in der zweiten Halbzeit stimmte, das ist etwas, was wir für die kommenden Wochen mitnehmen müssen.“ Alles andere darf gerne in Hamm bleiben, wenn es nach ihm geht.

HSV III: Helm – Al Jebouri, Tenji (80. Loer), Lamaakez, Livaja – Geidies, Kurt (65. Koglin) – Al Berdan, Eckert, Talacha (70. Keita) – Yildirim

IG: IG: Cebar – E. Karka, Duman (25. Akkaya), Dikenli – Aydeniz – Thiemann, Basyigit, Toure, Dincer (46. Soyarslan) – Opoku, Öztürk

Tore: 0:1 Öztürk (8.), 1:1 Geidies (15.), 2:1 Tenji (20.), 3:1 Al Berdan (25.), 3:2 Öztürk (55.), 3:3 Basyigit (60.), 3:4 Akkaya (80.).

Bes. Vork.: Öztürk (rote Karte, 88., grobes Foulspiel), Toure (rote Karte, 90., Tätlichkeit)

VfL Mark – TVG Flierich-Lenningsen 1:0 (0:0). Ein Tor reichte dem Favoriten, um das Spiel gegen die Germanen zu gewinnen. In der 52. Minute traf Rudzki für den Gastgeber. „Der Sieg der Marker war schon verdient, aber wir haben lange dagegen gehalten“, gab sich TVG-Trainer Thorsten Müller nicht unzufrieden.“

Kleine Chancen erspielten sich die Gäste auch. Sebastian Lüblinghoff scheiterte, wie auch Florian von Glahn. Der ließ Marks Spielertrainer Thorsten Heinze in der ersten Hälfte gleich zweimal aussteigen, wurde beim Abschluss aber von eben jenem doch noch geblockt. In der 35. Minute traf von Glahn dann doch ins Netz. Aber aus dem Abseits. „In unserer besten Phase hat es uns dann doch erwischt“, sah Müller das 1:0. Marvin Stappert scheiterte aus 16 Metern freistehend, während Rudzki auf der Gegenseite traf. „Wir haben auf der Außenposition keinen Zugriff bekommen, der Marker stand am langen Pfosten blank und hat eingeköpft“, beschrieb Flierichs Trainer die Szene, die zur Niederlage führte.

Lange dagegen halten zu können, hatte er sich angesichts der dünnen Personaldecke der Fliericher gewünscht. Beinahe wäre sogar ein Punkt drin gewesen. Simon Maletz nahm in der Schlussminute einen langen Ball volley. Das Spielgerät strich knapp über die Querlatte des VfL-Tores.

Obwohl Müller die Ruhe weg hat: Die Situation der Fliericher ist nach der fünften Niederlage in Folge schon bedrohlich. Mit vier Punkten hat der Tabellen-14. einen Zähler mehr als das Trio Wiescherhöfen, Hammer SpVg III und Lohauserholz II auf den Abstiegsrängen.

VfL: Teepe – Wappler, Heinze, Brinkwirth, Y. Giersch – Lange, Rüther (80. Frigger), Dünnebacke (46. Rudzki), Schmitz, R. Giersch – Horn (88. Köpp)

TVG: Schubert – Konrad (75. S. Bennemann), Lux, M. Bennemann, von Glahn, B. Müller, Juric (46. Eickhoff), Stappert, Westergerling, Maletz, S. Lüblinghoff

Tor: 1:0 Rudzki (52.)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare