SpVg spielt um Vize-Titel, IG gegen Abstiegskandidaten

+
Die SpVg (links Yusuf Senel) spielt gegen Uentrop um die Vize-Meisterschaft

Bönen - Am letzten Spieltag der Saison 2016/2017 wollen sie sich aber noch einmal ordentlich verkaufen, auch wenn die Personalsorgen groß sind. Unter besonderer Beobachtung steht die IG Bönen, die beim abstiegsbedrohten TSC Hamm II gastiert. Die SpVg spielt im direkten Duell mit Uentrop um Rang zwei. Der VfK gastiert beim Meister VfL Mark.

SpVg Bönen – TuS Uentrop (Sonntag 15 Uhr, Rehbusch 1:1). Die 0:9-Pleite gegen Mark hängt immer noch nach. „Das war schon eine derbe Klatschte. Wir wollen natürlich versuchen, dieses Spiel vergessen zu machen und unseren treuen Zuschauer vernünftigen Fußball zu zeigen“, sagt daher der Sportliche Leiter Hansi Sack vor der letzten Saisonpartie. In der wartet auf die Bönener erneut eine schwere Aufgabe. Der Tabellendritte aus Uentrop mit Toptorjäger Ercan Taymaz gastiert am Rehbusch. Beide Teams machen den Vize-Meister unter sich aus, wobei der TuS mit einem Sieg an der SpVg vorbeiziehen könnte. „Unsere Zielsetzung ist eine richtig gute Leistung“, sagt Sack, für den Platz zwei ein toller Abschluss wäre.

Im Gegensatz zum Hinspiel, als die Bönener sehr defensiv auftraten und das 1:1-Unentschieden regelrecht entführten, wollen sie diesmal mitspielen. Dabei sind die personellen Voraussetzungen weiter mau. Sebastian Schneck kehrt zwar zurück und Patrick Heller könnte das Tor hüten (Alexander Berchem ist am Rücken verletzt), doch hinter den Einsätzen von Fatih Korkmaz, Björn Kempe und Raphael Poljsak stehen Fragezeichen. Weitere Spieler fehlen Trainer Hendrik Dördelmann definitiv.

VfL Mark – VfK Nordbögge (Sonntag 15 Uhr, Zechensportplatz/6:0). Sven Kaczor freut sich auf das Duell mit dem VfL ganz besonders. „Torsten Heinze ist ein guter Freund und Patenonkel meiner Tochter“, sagt der VfK-Coach über den Spielertrainer des Gastgebers. Beide werden nach dem Schlusspfiff bestimmt noch ein bisschen quatschen. Ein Thema wird das Aufstiegsspiel sein, das die Marker am Mittwoch um 18.30 Uhr im Bergkamener Nordbergstadion bestreiten. In der Partie gegen Nordbögge wird der als Meister feststehenden VfL daher wohl nach dem Motto vorgehen, ‘Hauptsache keiner verletzt sich’.

Grundsätzlich könnten die Voraussetzungen kaum unterschiedlicher sein: Mark hat 114 geschossen, nur 14 kassiert und 84 Punkte gesammelt, die Nordbögger sind mit 38:134 und nur sieben Zähler das komplette Gegenteil. „Ich hoffe, dass wir nicht so untergehen wie die SpVg vor einer Woche“, sagt Kaczor, nachdem der VfL den Tabellenzweiten mit 9:0 zerlegt hatte. Allerdings ist Kaczor schon froh, wenn er elf Akteure aufbieten kann. Zu den vielen Ausfällen gesellen sich zum Abschluss auch noch Robin Wittenborn (Bänderriss) und Steffen Serr (Bluterguss im Knie). „Alles was laufen kann, wird spielen“, übt sich Kaczor vor dem Spiel auf dem Ausweichplatz im Bockum-Höveler Zechenstadion in Galgenhumor.

TSC Hamm II – IG Bönen (Sonntag 17 Uhr 2:2). Während die IG seit zwei Wochen den Klassenerhalt sicher hat, muss die TSC-Reserve noch bangen. Mit einem Punkt Vorsprung liegen die Hammer vor dem TuS 59 Hamm auf dem drittletzten Platz. Es droht also der Abstieg oder die Relegation. Die wird dann nötig, wenn der SVE Heessen oder gar die erste TSC-Mannschaft auf einen Abstiegsrang in der Bezirksliga rutschen. Für Letztere ist das allerdings sehr unwahrscheinlich.

„Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen“, sagt Trainer Sven Kabutke, der wegen seiner Verletzung unter der Woche nicht bei seinem Team war. Er sieht seine Mannschaft unter besonderer Beobachtung: „Mit der Vorgeschichte, die die IG hat, müssen wir gucken, dass alles zu 100 Prozent ordentlich abläuft“, sagt Kabutke und fordert von seinem Team, das auf den rotgesperrten Ufuk Turan verzichten muss und einige Wackelkandidaten, eine konzentrierte Vorstellung: „Wir müssen vernünftig dagegenhalten.“ Normalerweise wären die Bönener gegen den TSC favorisiert, doch schon seit Wochen haben die Hammer ihr Team mit Akteuren aus der Bezirksliga-Elf verstärkt. Das Resultat waren zuletzt zwei Siege gegen Stockum und Werne. „Das ist nicht irgendeine 0815-Mannschaft“, warnt Kabutke.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare