SpVg freut sich aufs Spitzenspiel / IG und TVG wollen nachlegen

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Dominik Sorge (links) ist rechtzeitig vor dem Spitzenspiel bei Eintracht Werne in den Kader der SpVg Bönen zurück.

Bönen - Das Verfolgerduell der SpVg Bönen bei Eintracht Werne steht am Sonntag im Mittelpunkt des neunten Spieltags der Fußball-Kreisliga A1. Der TVG Flierich-Lenningsen will sich mit einem weiteren Erfolg beim Tabellennachbarn SV Stockum Luft im Abstiegskampf verschaffen, während die IG beim Hammer SC den Anschluss an die Spitze halten möchte.

Eintracht Werne – SpVg Bönen (Sonntag 15 Uhr/Grote Dahl). Als „Wochen der Wahrheit“ tituliert Hendrik Dördelmann die Herbstferien. In den kommenden drei Spielen trifft der Trainer der SpVg mit seiner Mannschaft auf drei absolute Topteams der Liga. Den Anfang macht am Sonntag der Tabellenzweite aus Werne, es folgt die Partie beim immer noch stark eingeschätzten SVF Herringen, der allerdings lediglich auf Rang acht liegt, und zum Schluss das Aufeinandertreffen mit Spitzenreiter BV 09 Hamm. „Ich freue mich auf jeden Fall auf die Spiele gegen die Topmannschaften, spüre aber keinen großen Druck“, sagt Dördelmann.

Mit sechs Siegen aus sieben Partien hat die SpVg im ersten Saisonviertel ihre Hausaufgaben recht souverän erledigt, jetzt wird sich zeigen, wohin die Reise in dieser Spielzeit gehen kann. „Die Mannschaft hat sich gut gefunden. Wir stehen defensiv stabil, und nach vorne hat sich auch unsere Durchschlagskraft entwickelt“, sieht Dördelmann sein Team gerüstet. Das gilt auch personell: Nur der Ausfall von Keeper Patrick Heller (Ellbogenverletzung) bereitet Sorgen. Dominik Sorge, Yannic Weißenberg und Lars Lenser sind wieder fit, Yusuf Güney ist aus dem Urlaub zurück.

In Werne erwartet die Bönener nun eine Bewährungsprobe. „Die sind schon sehr gut besetzt. Da werden wir sicherlich mehr Torchancen gegen uns haben, als in den bisherigen Spielen“, vermutet Dördelmann.

SV Stockum – TVG Flierich-Lenningsen (Sonntag 15 Uhr/Boymerstraße). Wie süß Siege in der Kreisliga A sein können, daran hatten die TVG-Kicker zuletzt nur noch blasse Erinnerungen. Die Fliericher waren im September vollkommen ohne Punkt geblieben: Fünf Niederlagen in Serie waren zustande gekommen. Dann gewann Flierich in der vergangenen Woche das Kellerduell mit der Hammer SpVg III (3:2) – und hat nun sieben Zähler. „Wenn es uns gelingt, jetzt nachzulegen, sieht unsere Lage schon wieder sehr viel besser aus“, sagt TVG-Trainer Thorsten Müller mit Blick auf die Partie beim Tabellennachbarn Stockum.

Trotz des jüngsten Erfolgs ist Müller allerdings nicht bedingungslos optimistisch. Grund dafür sind einmal mehr Sorgen beim Personal. Allein am vergangenen Wochenende zogen sich mit Sebastian Lüblinghoff, Sebastian Schlieper und Bastian Eickhoff drei Spieler Verletzungen oder Blessuren zu, die sie an einem Einsatz hindern werden. Zudem fehlen Simon Maletz und Björn Müller. Und zu guter Letzt muss auch der Trainer selbst passen, der im Urlaub weilt. „Die vielen Ausfälle erschweren die Aufgabe natürlich“, so Müller. Zudem rechnet er mit einem anderen Spiel als dem, das sich beide Mannschaften vor dem Ligastart im Pokal geliefert hatten. Flierich siegte trotz einer durchschnittlichen Leistung 5:2. Allerdings rangiert der SV in der Meisterschaft derzeit mit neun Punkten vor den Germanen. „Deshalb kann ich Stockum gerade nicht wirklich gut einschätzen“, so Müller.

Hammer SC – IG Bönen (Sonntag 15 Uhr/Pilsholz). Die Tabelle weist die IG als Siebten mit nur vier Punkten Rückstand auf Rang zwei aus. Für IG-Spielertrainer Tayfun Basyigit Grund, auf die Euphoriebremse zu treten. „Wir haben mit oben nichts zu tun. Mit geht es nur um die Distanz nach unten“, stellt er klar. Die möchte der Coach auch in Westtünnen vergrößern, der Liga-Neunte steht immerhin zwei Plätze hinter den Bönenern. „Jetzt haben wir die Gegner, wo wir die Punkte holen müssen, danach kommen dann die Knaller“, wählt Basyigit die Hamstertaktik, um gut über den Winter zu kommen. Respekt vor dem HSC, der schon die SpVg Bönen (3:4) und Spitzenreiter BVH (2:4) ärgerte, hat der IG-Trainer aber natürlich, besonders vor dessen Topstürmer Dennis Hohn. „Der trifft wie ein Wahnsinniger“, sagt Basyigit mit Blick auf dessen 13 Tore. Zuletzt netzte er beim 10:0-Erfolg der Hammer gegen Yunus Emre dreimal ein.

Doch auch die Bönener bewiesen mit mittlerweile 21 Treffer schon ihre Torgefahr. „Wir müssen unser Spiel durchziehen“, fordert der Trainer, der wieder auf seinen kleinen, aber eingeschworenen Kader aus der Vorwoche bauen kann, in dem die rotgesperrten Oguzhan Öztürk und Layé Toure weiter fehlen. 

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