Spielgemeinschaft: SpVg Bönen ist gesprächsbereit

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Nordbögges Jugendleiter Dirk Brandt (links) und Stellvertreter Lukas Kreienfeld wundern sich über die SpVg Bönen. Sie wollen die SG weiterhin.

Bönen - Erstaunt las Dirk Brandt am Dienstag den WA-Bericht von der Abteilungsversammlung der SpVg-Jugend. Dort las der Jugendleiter des VfK Nordbögge, dass die gemeinsame Spielgemeinschaft der beiden Vereine aus der Gemeinde, die erst vor einer guten Woche vom FLVW-Kreis genehmigt worden war, seit vergangenen Freitag wieder beerdigt sein sollte. Außerdem habe Mirko Nowak, der neue Jugendleiter der SpVg, auf der Versammlung am Freitag gesagt, dass Verhandlungen für die Fusion der A-Jugend wenig Sinn machten, da Brandt die Bedingungen vorgeben würde. Der Nordbögger sagt nun, dass stimme so nicht.

Vielmehr habe Nowak, zuletzt Trainer der Bönener B-Junioren, die die neue A-Jugend bilden sollten, rund um das Jugendturnier Anfang Juni an der Feuerwache alle Termine mit ihm verstreichen lassen. 

Daraufhin habe Brandt mit dem 1. Vorsitzenden der SpVg Peter Hahnemann, Jugendgeschäftsführer Heinz Piezocha und Dennis Przybilla sowie Markus Krohne gesprochen, der am Freitag gerne zum Jugendleiter am Rehbusch gewählt worden wäre, sich aber bei der Stichwahl nicht gegen Nowak durchsetzen konnte. „Wir haben über die Spielgemeinschaft gesprochen, und in beiderseitigem Einvernehmen ist das dann unterschrieben worden“, sagt Brandt. Was allerdings fragwürdig ist, da Krohne und Przybilla dem Bönener Jugendvorstand zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht angehörten, die Nachwuchsabteilung der SpVg eigentlich vom stellvertretenden Vorsitzenden Nowak geführt wurde, da der gewählte erste Mann Stefan Althoff Ende 2015 zurückgetreten war.

Nicht mit Brandt gesprochen

Fakt ist: Nowak hat tatsächlich nicht mit Brandt gesprochen. Fakt ist aber auch, dass die SpVg überhaupt nur noch vier B-Jugendliche, die in der A-Jugend spielen könnten, in ihren Reihen hat. „Ich hab kein Problem mit einer Spielgemeinschaft mit dem VfK Nordbögge“, bietet Nowak neue Gespräche an, „bin aber beruflich bedingt momentan nicht in Bönen. Ich werde aber unseren zweiten Vorsitzenden Andreas Köhler bitten, einen Termin auszumachen.“

„Es muss etwas passieren, sonst fährt nicht nur die Jugend an die Wand“, sagt Gesamtvereinsvorsitzender Peter Hahnemann zum Thema. Mit Training auf Rasen könne man keinen mehr locken, mit dem auf Asche schrecke man ab. Er sei aber nicht auf dem aktuellen Stand, habe noch mit keinem der beiden Vorstandsmitglieder gesprochen, die auf der Jugendversammlung anwesend waren, da er beim Stockschuss-Turnier im bayrischen Seeshaupt gewesen sei. Stellvertreter Ulrich Schenk und Geschäftsführer Friedhelm Wittwer waren im Rehbuschheim dabei.

Spielgemeinschaft bilden

Die Nordbögger würden gerne mit den Bönenern diese Spielgemeinschaft in der A-Jugend auch jetzt noch bilden, weil ihr Kader für eine lange Saison etwas zu knapp besetzt sei. Brandt erzählte, dass der VfK auch Gespräche mit der Jugendabteilung des BSV Heeren geführt hätte, die Spieler aber lieber mit der SpVg-Mannschaft zusammengehen wollten. Den Trainerjob wird Nowak in keinem Fall übernehmen wollen, da er auf der besagten Jugendhauptversammlung auch anregte, dass Vorstandmitglieder in Mannschaften ab der D-Jugend aufwärts nicht mehr als Übungsleiter tätig sein sollten, um Gewissenskonflikte zu vermeiden. Als Trainer hatte Nowak schließlich das schlechte Benehmen der B-Junioren zu verantworten, als 2. Vorsitzender hätte er sich selber für das nicht gegebene Vorbild maßregeln müssen.

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