Erst Ring aufbauen, dann WM-Titel verteidigen

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Kickbox-Weltmeister Senol Cetin (links) steigt zum letzten Mal in den Ring.

Bönen - Der letzte Kampf kann kommen. „Ich fühle mich gut“, sagt Senol Cetin und versprüht kein bisschen Lampenfieber. Der Kickbox-Weltmeister aus Bönen will am Samstag in der Kamener Koppelteichhalle noch einmal seinen Titel verteidigen.

„Ich will auf jeden Fall als Weltmeister abtreten“, sagt der 41-Jährige vor dem Kampf im Cruisergewicht gegen den in Hagen wohnenden Armenier Hugo Tasabat.

Cetin rechnet mit einer schweren Aufgabe, denn auch der 36 Jahre alte Tasabat von der Thai-Box-Factory Hagen verfügt über jede Menge Erfahrung. „Der geht nicht so leicht k.o.“, sagt der Bönener über den früheren Profikämpfer. Wie auch vor seinen anderen Duellen im Ring, hat Cetin seinen Gegner nicht beobachtet. Er nutzt vielmehr die erste Runde, um sein Gegenüber abzuschätzen und verlässt sich dann auf seine Schlagkraft. Und die hat es in sich: Die acht Kämpfe nach seinem Comeback hat er alle vorzeitig gewonnen.

Geht es nach Cetin, kann sich das am Samstag gerne wiederholen. Um 18 Uhr beginnen in der Koppelteichhalle die zehn Box-Vorkämpfe (Einlass 17 Uhr). Cetin, der auch Trainer beim BSC Kamen ist, betreut dabei seinen Schützling, den zwölfjährigen Neo Schütter, bei seinem ersten Kampf. Er selbst wird zwischen 20 und 21 Uhr in den Ring steigen. Die Abendkasse hat geöffnet, viele Plätze sind schon reserviert. „Den Opa wollen alle nochmal sehen“, sagt Cetin und lacht.

Bis Dienstag hat der Bönener sein straffes Trainingsprogramm durchgezogen, kam dabei schnell auf die im Cruisergewicht geforderten 86 Kilogramm. Seitdem steht für den 41-Jährigen Regeneration in Form von Sauna und Massagen an. Lediglich am Freitag muss Cetin noch einmal aktiv werden. Der Weltmeister muss für seinen letzten Auftritt den Ring nämlich selbst aufbauen. - bob

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