Schweißtreibendes Trainingslager des RSV

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Jan und Timo Weber (rechts) mussten am Ende des Trainingslager gegen Recklinghausen auf die Zähne beißen, weil der RSV-Kader nur klein war.

Bönen -  Ausgerechnet das heißeste Wochenende des Jahres hatte sich der RSV Altenbögge für sein Trainingslager ausgesucht. Coach Mike Rothenpieler wollte seine Schützlinge in den drei Tagen in Preußisch Oldendorf mächtig ins Schwitzen bringen, doch der Schweiß wäre in Ostwestfalen wahrscheinlich auch geflossen, wenn sich die Bönener nicht bewegt hätten. Da die Handballer aber trotzdem vom Anfang am Freitag bis zum Abschlussspiel am Sonntag „gut am Draht zogen“, wie Rothenpieler erklärte, war der Trainer mit der gemeinsamen Zeit sehr zufrieden.

Am Freitagabend stand zunächst eine Partie gegen Eintracht Oberlübbe an. Erst spielten die Altenbögger zweimal 15 Minuten gegen die zweite Mannschaft, die in der Bezirksliga antritt, und gewannen mit 13:9. Anschließend folgten zwei weitere Durchgänge gegen die Erste der Eintracht. Dem Landesligisten unterlag der RSV mit 16:17. Von den 15 Mann, die mit ins Trainingslager fuhren, fehlten zum Auftakt aber noch ein paar Leute. Unter anderem Rückraumspieler Dominik Warias. „Ohne ihn war das Tempo noch nicht da“, strich Rothenpieler die Bedeutung des Neuzugang vom HC Heeren heraus.

Der Samstag startete mit einer Laufeinheit. In der Halle legte der Trainer dann viel Wert auf das Tempospiel, ließ seine Mannen Gegenstöße und das Umschaltspiel üben. Am Nachmittag folgte die für die Spieler angenehmste Einheit. Es ging ins Freibad, wo einige Bahnen geschwommen wurden, aber auch Zeit für Sprünge vom Turm war. „Das war richtig gut für die Erholung, weil sich die Muskeln entspannen konnten“, sagte Rothenpieler. Ein Grillabend rundete den Samstag ab.

Nach einer weiteren Einheit am Sonntagmorgen fuhren die RSV-Handballer zurück nach Bönen, wo am Abend noch das kurzfristig angesetzte Testspiel gegen den Bezirksligisten FC Recklinghausen anstand. Wieder schrumpfte der Kader, weil sich einige schon etwas anderes vorgenommen hatten. Mit einem Zehner-Aufgebot startete der RSV in die Partie. Dann musste Tino Stracke wegen Knieproblemen aufhören. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

Nach einem ersten Abtasten setzte sich der RSV bald weit ab und führte zur Pause mit 19:8. Recklinghausen fand kein Mittel gegen die sichere Deckung des Gastgebers in der MCG-Halle. „Die Abwehr war stark und Kai auch“, lobte Rothenpieler Keeper Kleeschulte. Er freute sich auch darüber, dass „wir einen Gegenstoß nach dem anderen gelaufen sind“. Die Spieler hatten also seine Trainingsinhalte schon gut verinnerlicht.

Nach dem Wechsel ließen bei den verbliebenen Altenböggern allerdings zusehends die Kräfte nach. „Die zweite Halbzeit war deutlich langsamer“, so Rothenpieler. Auch in der Defensive packte der RSV nicht mehr konsequent zu, so dass der FC das Ergebnis etwas erträglicher gestalten konnte. Mehr als auf acht Tore kam der Gast aber nicht mehr heran. Die Partie endete 32:24.

„Jetzt müssen wir noch zwei Wochen so weiterarbeiten, und dann dürfen wir Westfalia Herne empfangen“, blickt Rothenpieler auf den Saisonstart. Nachdem in den Ferien immer viele Akteure gefehlt hatten, will er nun mit einer größeren Gruppe für den Feinschliff sorgen.

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