RSV hat schlechte Erinnerungen an Beckum

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Tino Stracke (links) entschied das Spitzenspiel in Brambauer für die Altenbögger und ist nach einem Kurzurlaub rechtzeitig zum Spiel gegen Beckum wieder da.

Bönen - Nach dem Spitzenspiel in Brambauer erwartet den Tabellenführer der Handball-Bezirksliga, den RSV Altenbögge, ein ganz andere Partie. Am Sonntag gastiert um 18 Uhr mit dem TV Beckum der Vorletzte in der MCG-Halle. „Wir müssen uns am Riemen reißen. Denn wir wollen unser Spielchen in Brambauer nicht kaputtmachen durch einen Patzer gegen Beckum“, sagt RSV-Coach Mike Rothenpieler, zumal Brambauer am Wochenende beim Vierten in Soest spielt.

Konzentration ist das A und O vor der letzten Begegnung vor der Osterpause. Denn an kaum eine Mannschaft haben die Bönener schlechtere Erinnerungen aus der Hinrunde als an Beckum. Mit Mühe und Not gewannen sie das Hinspiel Mitte November mit 31:30 in der harzfreien Jahnhalle. Eine Woche später schmiss der TVB Altenbögge sogar aus dem Pokal (29:28) und zerstörte so den Traum vom Derby im Halbfinale gegen den HC Heeren. „Wir müssen in der Abwehr länger konzentriert bleiben“, erklärt Rothenpieler: „Beckum hat so lange Angriffe gespielt und uns damit aus der Ruhe gebracht. Das wird uns diesmal wieder bevorstehen“, ist er sich sicher.

Die Gäste sind am vergangenen Wochenende durch Erfolge der Konkurrenz auf den vorletzten Rang abgerutscht. Der Abstand zu Schlusslicht Dellwig ist mit fünf Punkten zwar groß, als 13. wollen die Beckumer die Saison aber bestimmt nicht abschließen. Allerdings plagen den TVB seit Wochen große Personalprobleme, was eine bessere Platzierung verhindert hat.

Bei den Altenböggern waren die nur vorübergehend. Denn im Vergleich zur Vorwoche als gleich drei Torhüter auf dem Spielberichtsbogen auftauchten und ein Platz ganz leer blieb, begrüßt Rothenpieler drei Rückkehrer. Kapitän Dennis Geckert ist aus dem Urlaub zurück. Zudem ist der verletzte David Grzybowski ebenso wieder einsetzbar wie der beruflich verhinderte Tim Gerwien. Tino Stracke, der mit dem 24:23 fünf Sekunden das Spitzenspiel in Brambauer zugunsten der Bönener entschied, ist nach einem Kurzurlaub ebenfalls wieder mit an Bord. „Kleffi hat die Qual der Wahl“, sagt Rothenpieler. Denn am Sonntag wird Co-Trainer Christian Kleff den in München weilenden Coach ersetzen. „Ich hoffe auf einen Live-Ticker, der äußerst positiv sein sollte“, erklärt Rothenpieler.

Er wird seinem Ersatz mit auf den Weg geben, mehr Risiko zu wagen: „Wir müssen unsere Chancen zum Gegenstoß nutzen“, wird der RSV wieder mehr Tempo gehen als in Brambauer, wo Altenbögge die Geschwindigkeit mangels Alternativen auf der Bank sehr verschleppte. Das ist jetzt anders. „Ein Tabellen-13. darf uns nicht vor Probleme stellen, wenn wir die richtige Einstellung mitbringen“, so Rothenpieler, der aber das Ennigerloh-Spiel von vor zwei Wochen als Warnung nimmt. Da tat sich der RSV sehr schwer, gewann mit viel Kampf nur knapp 27:25. Zur Erinnerung Ennigerloh war damals auch Vorletzter.

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