Nordbögge verdient sich Punkt gegen die IG

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Zu selten setzten sich die Bönener (hier Layé Toure gegen Philip Wittenborn) so gut Szene.

Bönen - Der VfK Nordbögge hat kurz vor dem feststehenden Abstieg noch einen Achtungserfolg gefeiert und der IG Bönen ein 1:1 (1:1)-Unentschieden abgerungen. „Wir haben zwei Punkte verschenkt“, befand Trainer Sven Kaczor, für den es überhaupt erst das zweite Erfolgserlebnis war, seit er das Amt im März angetreten war.

„Fußballerisch war das ein absoluter Offenbarungseid“, war IG-Coach Sven Kabutke tief enttäuscht von seiner Mannschaft. Die war im Vergleich zum verdienten 3:2-Sieg über die SpVg Bönen vor Wochenfrist nicht wiederzuerkennen. „Wir haben nie ins Spiel gefunden, auch nach dem 1:0 nicht“, meine Kabutke weiter. So dauerte es bis zur 23. Minute, bis Ismail Oturak den ersten ernstzunehmenden Torschuss abgab. Drei Minuten später hatte Furkan Aydeniz Pech, als er nach einem Freistoß von Raphael Thiemann an den Pfosten köpfte. Und nach einer Ecke wurde sein Kopfball von Torwart Andre Juraschuk und Daniel Bednarek gemeinsam vor der Linie gerettet (28.). Auch dem Bönener Tor ging ein Standard voraus: Thiemann bekam seine geklärte Ecke zurück und fand mit seiner Flanke den ungedeckten Tayfun Basyigit am langen Pfosten, der den nicht einfachen Kopfball ins Netz beförderte (33.). Zwischenzeitlich hatte Sven Koslowski per Kopf erstmals aus Nordbögger Sicht für Gefahr gesorgt (31.).

Doch die Führung brachten dem Favoriten keine Sicherheit, denn die IG leistete sich viele Fehler und diskutierte mit dem Schiedsrichter oder untereinander. Diese Verunsicherung gipfelte im Ausgleichstreffer kurz vor der Pause. Jonas Wiggermann hatte sich nach einem Freistoß am Fünfmeterraum durchgesetzt (44.).

Auch nach dem Wechsel fand die IG vor für Derby-Verhältnissen nur wenigen Zuschauern keine Mittel gegen die konzentriert agierenden Gastgeber, verzettelte sich zusehends in Einzelaktionen. Es gab zwar Abschlüsse von Thiemann (68.), Oturak (72.) und Evren Karka (80.), doch die waren eine sichere Beute für Juraschuk. Lediglich in der 57. Minute hatte der VfK Glück, dass Basyigit aus kurzer Distanz die Hereingabe von Mücahit Dikenli verfehlte. „Wir haben hinten kompakt gestanden“, lobte Kaczor. Die ordentliche Leistung seiner Mannschaft wurde allerdings dadurch getrübt, dass die Nordbögge seine Konter nicht gut ausspielte. „Die IG hat uns die Räume gegeben. Doch aus den Eins-gegen-Eins-Situationen springt zu wenig heraus“, meinte Kaczor. Eine echte Torchance gab es trotz vielversprechender Angriffe nicht.

Während der Abstieg der Nordbögger zwar noch nicht besiegelt, aber nicht mehr zu verhindern ist, war die Punkteteilung für die IG bitter. Acht Zähler Vorsprung sind zwar ein komfortables Polster, aber noch nicht die endgültige Rettung. „Das haben wir einfach verschenkt heute“, ärgerte sich Kabutke, der mangelhafte Einstellung für die schwache Leistung verantwortlich machte. - bob

VfK: A. Juraschuk – Hoffmann, St. Serr, Özgüc – Garske – Seepe (62. Korth), Wiggermann, D. Bednarek, P. Wittenborn – Kirmse, Koslowski (82. R. Wittenborn)

IG: Kaczor – Evr. Karka – Kuba, Dikenli (80. Sezer) – Isik, Aydeniz – Toure, Oturak, Basyigit, Thiemann – Turan (65- Erd. Karka)

Tore: 0:1 Basyigit (33.), 1:1 Wiggermann (44.)

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