Nordbögge schlägt Flierich im Testspiel

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Die Fliericher erspielten sich in ihren beiden Testspielen viele Hochkaräter.Gegen Bockum-Hövel II wird der Versuch von Sebastian Lüblinghoff im letzten Moment geklärt.

Bönen - Gleich zweimal an diesem Wochenende waren der TVG Flierich-Lenningsen und der VfK Nordbögge im Einsatz. Erst siegte der Fußball-B-Ligist aus Nordbögge am Freitag mit 3:0 an der Feuerwache. Am Sonntag ging der VfK als Verlierer gegen den SV Hilbeck II (1:3) vom Platz, während der A-Liga-Aufsteiger aus Flierich ein 4:4-Unentschieden gegen die SG Bockum-Hövel II einfuhr.

Obwohl es in beiden Spielen nicht mit einem Sieg geklappt hatte, war Germanen-Coach Thorsten Müller „sehr, sehr zufrieden“ mit den Vorstellungen seiner Mannschaft. „Wir spielen richtig guten Fußball und das wollten wir auch. Das ist spielerisch noch ein Schritt nach vorne“, lobte der Trainer.

Im Derby mit Nordbögge ließ sich der TVG allerdings zunächst vom frühen Pressing der Gastgebers überraschen. Die Folge war das 0:1 von Christian Wagner, nachdem Jonas Wiggermann sich durchgesetzt hatte (7.). Danach fand Flierich besser in die Partie und dominierte bis zur Pause. Allein ein Tor sprang nicht heraus, weil Tobias Weiß per Dropkick Pfosten und Latte traf und Florian von Glahn völlig frei drüberköpfte. „Da hat man gesehen, dass Flierich eine eingespielte Truppe ist“, meinte VfK-Spielertrainer Sven Kaczor, der selbst zahlreiche Neuzugänge integrieren muss.

Durch fünf Wechsel verlor der TVG dann aber seinen Spielfluss, Nordbögge nutzte zudem seine Chancen in der Anfangsviertelstunde von Hälfte zwei. „Das haben wir clever gemacht“, sagte Kaczor.

VfK: Juraschuk – Bothe, Kaczor, Karbstein – Maier, Erbay – Neufeld, Hoffmann, P. Wittenborn – Wiggermann, Wagner; Koslowski, Seepe, Maschke, Bollwig

TVG: Schubert – M. Bennemann, B. Müller, Westergerling – von Glahn, Maletz – Konrad, Kurz, Lux – Weiß, Daude; Eickhoff, Unterkötter, Hoppe, Fischer, Eggers

Hochzufrieden war Müller auch mit dem zweiten Spiel gegen Bockum-Hövel II, dass die Fliericher 60 Minuten lang dominierten. Schon nach zwei Minuten gelang diesmal das erste Tor, als Sebastian Lüblinghoff einen langen Ball erlief und den Torwart ausspielte. Flierich war drückend überlegen, zeigte tolle Spielzüge oder zwang den Gast am Butterwinkel zu Fehlern. Drei Minuten nach dem 1:0 bot sich Gilian Daude, Sven Konrad und Florian von Glahn eine Dreifachchance. Weitere Möglichkeiten vergaben Daude (11., 34.) und von Glahn (35.). Letztlich zimmerte Dennis Unterkötter nach einem unerlaubten Rückpass den Ball aus sechs Metern ins Tor (39.). Nach dem Wechsel erhöhte Neuzugang Mansour Yousofi für erneut starke Fliericher auf 4:0 (47., 53.). Dann begann Müller mit weiteren Wechselspielchen. Mit drei Akteuren aus der Reserve verloren die Germanen den Spielfluss. Auch dem hohen Tempo zollten sie nun Tribut. Teilweise einfache Ballverluste führten ab der 60. Minute zu den vier Gegentoren und dem Ausgleich, den Müller gelassen hinnahm.

TVG: Schubert – M. Bennemann, Unterkötter, Westergerling – von Glahn, Maletz – Konrad, Kurz, Lux – Daude, Lüblinghoff; Eickhoff, Yousofi, Hoppe, Tomes, Eggers

Auch Nordbögge trat am Sonntag noch ein zweites Mal an. Die Hilbecker Reserve ist ebenfalls ein B-Ligist und erwischte den VfK früh auf dem falschen Fuß. Nach einem Einwurf in der eigenen Hälfte tauchte ein SVH-Spieler frei vor Keeper Andre Juraschuk auf und schloss eiskalt ab (7.). Die Gastgeber an der Feuerwache wirkten in der Rückwärtsbewegung nicht sattelfest, so dass Juraschuk noch zweimal eingreifen musste, ehe auch er bei einem Konter wieder bezwungen war (28.). Erst nach der Trinkpause fand der VfK besser ins Spiel, hatte durch Dietrich Maier, Eike Hoffmann und Christian Wagner gute Gelegenheiten. Das Tor sollte erst nach der Pause fallen, als Philipp Wittenborn per Lupfer traf (48.). Ein weiterer Konter nach einer Standardsituation für Nordbögge führte aber zum 1:3-Endstand. „Da sah ich nicht gut aus“, gab Kaczor zu, der sich in dieser Aktion zudem am Oberschenkel verletzte. Der Trainer schob die Niederlage auf die schweren Beine von Freitag sowie auf die fehlende Eingespieltheit. „Wir sind aber im grünen Bereich“, bilanzierte er nach einem kräftezehrenden Wochenende. - bob

VfK: Juraschuk, Bothe, Kaczor, Karbstein – Erbay, Maier – P. Wittenborn, Hoffmann, Seepe – Wiggermann, Koslowski; Wagner, Maschke, Bednarek, Kirmse

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