Niederlagen beunruhigen TuS-Trainer Schönsee nicht

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Jessica Karkowski und die TuS-Damen zeigten bisher ansprechende Leistungen – obwohl nie in Bestbesetzung.

Bönen - Drei Spiele, ein Sieg, zwei Niederlagen. So sieht die Bilanz der Volleyballerinnen nach drei Spieltagen aus. Eine Analyse und ein Ausblick in die Zukunft sei trotzdem schwierig, erklärt TuS-Trainer Jochen Schönsee. Zu unterschiedlich waren die Gegner, zu unterschiedlich die Besetzung der eigenen Sechs.

Vier Mannschaften kennt Schönsee inzwischen aus eigener Anschauung: Den ersten Gegner Union Lüdinghausen, die Oberliga-Reserve des TV Hörde, die zweite Mannschaft des Bochumer Oberligisten Telstar, VV Schwerte sowie die Verbandsauswahl. „Aber gegen die treten wir ja nicht wieder an“, so Bönens Coach. „Und auch hoffentlich nicht in der Besetzung ohne eine Mittelangreiferin“, sagt Schönsee. Die Vereine spielen nur einmal gegen den WVV, eine Spielwertung erfolgt trotzdem.

Richtig gut gespielt hätte sein gehandicaptes Team, blickt der Bönener Coach auf den Doppelspieltag zurück. Erst gegen eine starke WVV-Auswahl (2:3), dann auf Augenhöhe gegen Schwerte. Das 0:3 täusche, die Sätze wären allesamt eng gewesen. Bei voller Besetzung wäre mehr drin gewesen.

„Diese Ansetzung ist in meinen Augen auch eine Wettbewerbsverzerrung“, ärgerte sich Schönsee. Bochum und Bönen spielten am Samstag beide gegen die Verbandsauswahl, aber anschließend nicht gegeneinander, sondern gegen frische Gegner – die TuS gegen VV Schwerte, Telstar 3:0 gegen Lünen.

Der TuS-Coach hat Recht: Die nächsten Gegner des WVV, Haltern und Massen sowie Hörde und Hattingen spielen tags darauf gegeneinander. „Aber ich hab es übersehen als der Spielplan herauskam“, ist Schönsee selbstkritisch.

Hörde steht für den Bönener Trainer zurecht oben in der Tabelle. Schwerte gehört ebenfalls zu den Favoriten, Bochum sei schlagbar. Die Anfangsnervosität lege sich, der Spielfluss werde kommen, dessen ist sich Schönsee sicher. Stark fand er die 15:7-Rallye seines Teams nach Fehlstart in den ersten Satz gegen Lüdinghausen zum Saisonstart. „Im zweiten Satz sind wir dann sehr selbstbewusst aufgetreten, die Endphase des Satzes war aber hart umkämpft“, blickt er zurück, „danach hat die Konzentration bei uns nachgelassen, Lüdinghausen hingegen war voll dabei. Den Tie-Break haben wir dann wieder klar für uns entschieden.“ Allerdings sei im Volleyball immer die Tagesform mitentscheidend. „Gegen Hörde waren die Lüdinghausenerinnen dann anderthalb Klassen schlechter.“

Hörde ist der nächste Gegner der TuS am 9. Oktober (16 Uhr). „Nicht gerade der dankbarste Gegner um wieder hereinzukommen“, sagt Schönsee. Er kann in dieser und der nächsten Wochen wegen Urlaub, Krankheit oder Klassenfahrt nie mit gleicher Besetzung trainieren.

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