Neustart mit Fragezeichen für die VfK-Reserve

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Dynamisch auf dem Platz, mit planvollem Blick in die Zukunft der VfK Reserve: Nordbögges Trainer Christian Wache, der den Job schon 2014 machte.

Bönen - Längst abgehakt ist die Saison 2015/2016 für die Fußballer der zweiten Mannschaft des VfK Nordbögge. Nach dem Abstieg aus der Kreisliga B1 ruft der neue Trainer Christian Wache den Neustart aus. „Der ganze Verein fängt von vorne an“, blickt der Coach auf die drei Abstiege der drei Senioren-Mannschaften von der Feuerwache.

Hinter der Nordbögger Zweitvertretung liegt tatsächlich eine Saison zum Vergessen „Wir sind am Ende verdient abgestiegen“, sagt Wache. Zwar rutschte die VfK-Reserve erst am drittletzten Spieltag wieder auf einen Abstiegsplatz, wo sie zuvor letztmals am zehnten Spieltag gewesen war. Besser als Rang 14 war das Team dazwischen aber auch nie platziert. Acht Punkte fehlten den Nordbögger schlussendlich zum rettenden Ufer, weil im Endspurt die IG Bönen II noch im Eiltempo vorbeizog. Magere 15 Punkte sammelte der VfK in 34 Partien. Und davon waren drei noch geschenkt, weil Herringen II bei seinem Hinrundensieg einen nicht-spielberechtigten Akteur einsetzte. In der Rückrunde blieben die Nordbögger sogar sieglos, holten nur drei Unentschieden. „Wir hatten nicht ein eigenständiges Training. Da war die Puste raus“, legt Wache die Finger in die Wunde.

Seit der Winterpause war er Co-Trainer an der Seite von Dennis Gehrke-Müller, der nun gemeinsam mit Jürgen Serr zu den A-Junioren von Westfalia Rhynern wechselt. Wache vollzieht damit den Schritt zum Hauptverantwortlichen, der eigentlich schon vor der Saison angedacht war. Ein Plan, der dann aber durch die miserable Personalsituation in der ersten Mannschaft ad acta gelegt werden musste. Von den Spielern, die Wache eigentlich für die Reserve vorgesehen hatte, rückten viele in die A-Liga auf. Das Resultat ist bekannt, beiden Teams fehlte die Qualität um in ihrer Klasse mitzuhalten. 165 Gegentore sprechen für die Zweitvertretung Bände. Das lag auch daran, dass Gehrke-Müller immer wieder neue Aufstellungen aufbieten musste, weil nur ein kleiner Stamm an Spielern regelmäßig vor Ort war.

Wache will das ändern. „Wichtig ist, dass eine Mannschaft entsteht“, sagt der Coach für den der Trainingsbetrieb wichtig ist, um eine Gemeinschaft herauszubilden, in der die Spieler auch nach dem Training noch zusammensitzen. „Es soll wieder Spaß machen.“ Der Trainer ist guter Dinge, für die neue Saison ein schlagkräftiges Team beisammenzubekommen. Allerdings wird er sich zunächst gedulden müssen. Denn erste und zweite Mannschaft sollen in der Vorbereitung rund zwei Wochen zusammen trainieren. Erst dann werden die Kader aufgeteilt, und Wache kann richtig loslegen.

Diese Zeit gönnt er sich, bezeichnet die erste Spielzeit als Übergangsjahr. „Ich habe für mich einen Zwei-JahresPlan aufgestellt“, sagt er. Im ersten Jahr soll eine neue Mannschaft entstehen, die Platzierung ist egal, Hauptsache es springen deutlich mehr Siege heraus, damit das Selbstvertrauen wieder steigt. „Dann wollen wir oben mitspielen und gucken, ob es wieder rauf geht“, sagt Wache: „Ob das umsetzbar ist, weiß ich nicht.“ Denn so ein bisschen hängt in Nordbögge diese desolate Saison mit den Abstiegen von drei Seniorenteams noch nach. Der Neustart muss schließlich erst einmal glücken.

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