Neun Gegentore für VfK in Stockum

STOCKUM - Zum zweiten Mal in dieser Kreisliga-A2-Saison hat der VfK Nordbögge neun Gegentore kassiert. Nach dem 1:9 bei der Hammer SpVg II am zweiten Spieltag unterlag das Schlusslicht nun beim SV Stockum mit 2:9 (0:5). „Wir haben auch in der Höhe verdient verloren, weil die Einstellung nicht stimmte. Das war das schlechteste Spiel meiner Mannschaft“, meinte Trainer Sven Kaczor.

Schon nach zehn Minuten schob Ali Karaman für den Tabellenachten zur Führung ein. „Das war der Dosenöffner, den wir heute nötig hatten“, erklärte Trainer Ralf Gondolf. Es war Candy Opsölder, der eine Viertelstunde später im Nachschuss traf. VfK-Torwart Andre Juraschuk sah machtlos zu. Unmittelbar vor der Halbzeit dann nochmal drei Tore in drei Minuten. Besonders ärgerlich für den VfK das Eigentor von Frederik Bennemann, der eigentlich Zeit hatte, den Ball nach einer Flanke aber ins eigene Tor nickte. Damit war die Partie schon frühzeitig entschieden.

Nach der Pause ging es genauso weiter: Der für den verletzten Kevin Siebert (Pferdekuss) gerade eingewechselte Samet Özgüc wirkte bei einer Hereingabe noch nicht wach, konnte dann nur beobachten wie sein schwacher Kopfball erst an den Innenpfosten und anschließend langsam zum zweiten Mal an diesem Tag ins eigene Tor kullerte. Da waren keine zwei Minuten gespielt. Als Nächstes traf Lars Zimmer frei vor Juraschuk sicher unten links zum zwischenzeitlichen 7:0. Nun wusste Nordbögge die sich einschleichende Unkonzentriertheiten des SVS auch auszunutzen. Gleich zwei Mal war es Nikolaj Kirmse, der alleine vor Torwart Maximilian Karsch auftauchte und zur Ergebniskosmetik einschob (57. und 73.). „Das war das einzig Positive heute“, befand Kaczor und lobte besonders den ersten Treffer, den Daniel Bednarek schön herausgespielt hatte.

Karaman beantwortete das Aufbäumen der Nordbögger mit einem Doppelschlag: Erst beförderte er den Ball mit einem Heber zum 8:2 in den Winkel (78.). Wenige Sekunden später köpfte er nach einer Flanke auf den langen Pfosten von Andreas Gaida zum 9:2-Endstand ein. „Natürlich bin ich mit dem Ergebnis heute sehr zufrieden. Gegen Ende war unser Spiel dann aber doch zu fahrlässig – sowohl offensiv in unserer Chancenverwertung, als auch defensiv“, resümierte Gondolf die Partie, die sein Gegenüber Kaczor nur so schnell wie möglich vergessen wollte. Am nächsten Wochenende könnte der Abstieg des VfK bei einer Niederlage im Derby gegen die IG dann auch theoretisch endgültig besiegelt sein. - ko(bob

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