IG Bönen II: Nächste Saison soll ruhiger werden

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Ali Colakbas übernahm die IG-Zweitvertretung im März und half bei seinem Team auch einmal als Torwart aus.

Bönen - Nach dem Ende der Saison war Ali Colakbas anderer Meinung als seine Mannschaft. „Manche wollte die Relegation spielen. Ich war aber froh, dass wir es nicht machen mussten“, sagte der Trainer der IG Bönen II und war glücklich über den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga B1 nach Ablauf der regulären Spielzeit.

Mit einem Endspurt waren die Bönener vorbei an der Reserve des VfK Nordbögge noch auf den drittletzten Tabellenrang geklettert. Das bedeutete die Rettung, denn ein Nachsitzen blieb dem Aufsteiger erspart, weil von den heimischen Bezirksligisten nur TuRa Bergkamen den Gang in die Kreisliga antreten musste.

Auf 23 Punkte kam Bönen in der Endabrechnung. Danach hatte es lange Zeit allerdings nicht ausgesehen. Letztlich rettete sich die IG, weil sie am 22. Spieltag nach einer 0:13-Klatsche beim TuS Uentrop II am 13. März – nach nur 50 Minuten! – die Notbremse zog. Anstatt das Team, dass nur noch mit Mühe elf Spieler zusammenbekam, abzumelden, wurde die Mannschaft komplett neu ausrichtet. Colakbas übernahm, zog Spieler aus seiner Drittvertretung hoch, überredete andere zu einem Comeback und sammelte in zwölf Partien noch 16 Punkte.

Zuvor hatte das Team unter der Verantwortung von Yusuf Cetin und Ali Koyun in 17 Hinrundenspielen lediglich sieben Zähler geholt – und der 6:2-Sieg gegen Stockum II kam auch nur zustande, weil mehrere Akteure der A-Liga-Elf mithalfen. Colakbas startete sofort mit einem Erfolg gegen Rhynern III. „Das war ganz wichtig“, sagt Colakbas im Nachhinein. Seine Schützlinge hatten ein Erfolgserlebnis und stellten den Kontakt zur Konkurrenz wieder her. Es folgten zwar vier Niederlagen, in denen Bönen jedoch mithielt und nicht wie zuvor zweistellige oder ähnlich hohe Pleiten kassierte.

Dass die IG dann gegen Wiescherhöfen III mangels Spielern nicht antrat, war ein Rückschritt, doch: „Ich habe immer gesagt, es kommt auf die letzten fünf Wochen an“, betont Colakbas: „Ich habe alle Spieler angeguckt und Gespräche mit ihnen geführt, und da war ich mir immer sicher, dass wir die Klasse halten.“ In denen traf die IG auf die vier anderen schlechten Mannschaften der Liga, feierte vier Siege und machte schon am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt perfekt. Das am Ende 166 Gegentreffer zu Buche standen, waren dabei allen egal.

Nach dem erfolgreichen Endspurt freuen sich Colakbas und seine Schützlinge bereits auf die neue Saison. In der wollen sie beweisen, dass sie, wenn sie von Anfang an mit einer konkurrenzfähigen Mannschaft antreten. „Unser Ziel ist das sichere Mittelfeld. Wir wollen eine ruhige Saison spielen“, sagt Colakbas, der nach einem Gespräch mit dem Vorstand als Trainer weitermachen wird. Ursprünglich war er auf nur für das Saisonende auf eigenen Wunsch als Coach installiert worden.

Seine Mannschaft, die so zusammenbleibt, wie sie zuletzt auflief, will der Trainer in der Sommerpause verstärken. „Es haben sich einige Spieler selber angeboten“, so Colakbas. Als Trainer einer Reserve muss er aber abwarten, ob nicht wer noch den Sprung in die erste Mannschaft schafft.

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