Ruhe will in Berlin unter 2:30 Stunden laufen

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Der Bönener Michael Ruhe bereitet sich gerade auf den Berlin-Marathon vor.

Bönen - Der Berlin-Marathon ist wie auch im Vorjahr der Saisonhöhepunkt für Michael Ruhe. Der im April 30 Jahre alt gewordene Langstreckenläufer will beim Großevent in der Hauptstadt wieder eine Zeit um die zweieinhalb Stunden laufen. „Am liebsten darunter, das wäre schon schick“, sagt Ruhe, der im Vorjahr in 2:30:12 Stunden – seiner Bestzeit – knapp drüber blieb.

Eigentlich ist die Vorbereitung auf die 42,195 Kilometer lange Distanz in vollem Gange, doch seit dem Wochenende muss der Bönener sie unterbrechen. Eine Zerrung in der rechten Wade zwingt ihn zu einer Pause. „Da ist keiner vor gefeit, dass man in der Vorbereitung ein paar Tage aussetzen muss“, bleibt Ruhe gelassen. In den Wochen zuvor hatte er den Trainingsumfang kontinuierlich gesteigert, Läufe von bis zu 25 Kilometern standen auf dem Plan. Jetzt betreibt er Krafttraining zum Ausgleich, „so dass man aktiv bleibt“.

Bei Wettkämpfen hatte sich der für die LGO Dortmund startende Ruhe zuletzt zurückgehalten. Außer den Firmenläufen in Unna und Bochum über etwa fünf Kilometer, die er als Training für die Schnelligkeit nutzte, trat er nirgendwo an. Die Zeit lasse es nicht zu. In Unna zog er das T-Shirt seines Arbeitgebers aus Fröndenberg an, in Bochum vertrat er seinen Lauftreff. In Dortmund leitet er ehrenamtlich einen „After Work“-Kurs, gibt ambitionierten Hobbyläufern Anleitungen, bereitet sie beispielsweise auf einen Marathon vor. „Da genieße ich die Gemeinschaft“, sagt Ruhe.

Den Weg nach Berlin hat er genauso gestaltet wie im Vorjahr. Am ersten September-Wochenende wird er beim Halbmarathon in Bochum starten, wo er 2015 eine 1:12er Zeit hinlegte. Am 25. September wird es dann in der Hauptstadt ernst. „Wenn es gut läuft, schaffe ich es unter 2:30“, so Ruhe. Damit wäre er unter den besten 50 deutschen Marathonläufern des aktuellen Jahres. - bob

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