Lukas Korte in Marten „beschissen“

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Verwundert: Lukas Korte (rot) lag gegen Masih Kul klar in Führung und „wurde beschissen“, sagte TuS-Mannschaftssprecher Daniel Keim.

BÖNEN - Als definitiv zu hoch empfand TuS-Sprecher Daniel Keim den Sieg der Gastgeber. „Marten war an diesem Tag zwar stärker, aber Lukas hätte ja die vier Punkte kassiert – das war eine absolute Fehlentscheidung. Danach gab´s auch ein wenig Tumult“, sagte er verärgert. Der Hintergrund: Ausgerechnet der Ex-Bönener Masih Kul schulterte den überlegenen Lukas Korte (Freistil, 80 kg). Und zwar regelwidrig: Korte und Kul gerieten nach einem Beinangriff aus der Zone. Der Bönener, der bereits 13:0 führte, hörte einen Pfiff und stellte das Ringen ein, Kul nicht. Er zog Korte zurück, der Schiedsrichter Holger Graupeter erkannte auf Schultersieg für den Martener. „Den Pfiff haben wir auch gehört“, erklärte Keim seinen Unmut, „außerdem war Lukas Kopf noch deutlich außerhalb, also keine Wertung.“

Ansonsten zeigten die Gastgeber eine gute Tagesform auch wenn die Bönener in Person von Ibrahim Ipek einen guten Start erwischten. Der 57-Kilomann schulterte den „nicht schlechten“ (Keim) Wahab Naderi bei einer knappen eigenen 3:2-Führung. Keine einzige technische Wertung erlebten die Zuschauer anschließend im Kampf der alten Bekannten Christian Baumjohann und Sebastian Strzalka. Jeder kassierte einen Punkt durch Rausschieben, Baumjohann den einen für den Kampf, da er zwei Vorteile auf dem Zettel hatte.

Orif Bekov ließ Marc Hauke (61 kg, GR) danach keine Chance. Einmal in Bodenlage drehte der Martener den Bönener bis zum 17:0 durch. Auch Marvin Manz kassierte die erwartete Niederlage gegen Mustafa Karli (98 kg, Freistil). 1:44 Minute hielt der Bönener dagegen. Ein bisschen länger brauchte Karsten Wegner „in Topform“ für den technischen überlegenen Sieg über Rafael Stiller, nämlich 2:36 Minuten.

Immerhin 4:20 Minuten hielt Mujtaba Soeedy dagegen. Erst dann hatte Robin Winkelhaus das Punktekonto mit 16:0 voll gemacht. 75 kg-Klassenkamerad Hamdin Ipek schaffte es einmal, sich aus der drohenden Schulterlage zu befreien, beim zweiten Mal fehlte ihm dann die Kraft. Er unterlag dem sehr guten Sharom Sobirov nach 3:56 Minuten. Und auch Bönens Routinier Daniel Keim musste diesmal die Segel streichen. Sein Gegner Mohamed Kalkhaou erwischte einen Sahnetag. „Er hat mich überrascht, war aber am Samstag auch stärker“, erklärte der TuS-Kapitän nach technischer Unterlegenheit.

Am kommenden Wochenende erwarten die Bönener Essen-Dellwig II. Die überraschten am Samstag den bisher verlustpunktfreien Tabellenführer Germania Krefeld mit einem 19:12. „Dabei haben sie wohl einige ihrer alten Zweitligaringer auf die Matte gestellt. Ich bin gespannt, in welcher Besetzung sie bei uns auflaufen“sagte Keim.

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