Torwart Kleeschulte sieht viel Potenzial beim RSV

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Altenbögges neuer Torwart Kai Kleschulte spielte schon in jungen Jahren mit Tino Stracke (rechts) zusammen. Jetzt wollen die Routiniers mit dem RSV die Landesliga aufmischen.

Bönen - Eigentlich wollte Kai Kleeschulte mit dem Handballspielen aufhören. Zwei Kreuzbandrisse hatte sich der Torwart im Verlauf seiner über zehnjährigen Laufbahn zugezogen. Im Alter von 30 Jahren sollte nun Schluss sein. Doch die Rechnung hatte er ohne Mike Rothenpieler, Tino Stracke und Bernd Lublow gemacht. Und deshalb steht er jetzt für den RSV Altenbögge im Tor.

Stracke und Lublow kennt Kleeschulte noch aus seiner Zeit beim SCE Heessen, wo er mit 18 Jahren in der Verbandsliga debütierte. Die drei blieben in Kontakt, und als der Hammer nach vier Jahren im Kasten der HSG Gütersloh – ebenfalls Verbandsliga – im Sommer aufhören wollte, sprachen die beiden ihren früheren Mitspieler an, um abzuklopfen, ob er nicht doch in Bönen weitermachen wolle. Kleeschulte zögerte noch, so dass es am Ende Rothenpieler war, der die letzte Überzeugungsarbeit leistete. Für ein Jahr sagte der Schlussmann zu. „Wir gucken, wie das ist, und dann schauen mir mal.“

Dem RSV kommt das Engagement des erfahrenen Keepers sehr gelegen. Zwar standen vor seiner Verpflichtung schon drei Keeper im Aufgebot. Doch Jonas Karlin fehlt auf unbestimmte Zeit verletzt, Dirk Joneleit ist wegen seines Schichtdienstes zeitlich eingeschränkt und Routinier Thomas Wollek möchte auch nicht mehr ganz so viel machen. „Ich wollte nicht hinterher mit nur einem Torwart dastehen“, sagte Rothenpieler, warum er frühzeitig vorbaute.

Die Qualität von Kleeschulte ist unbestritten. Bis zu seinem ersten Kreuzbandriss spielte er vier Jahre in Heessen Verbandsliga, danach noch zwei Jahre bei TuRa Bergkamen in der Oberliga, ehe ihn die Knieverletzung erneut ereilte. Ein Jahr stand er bei der Bergkamener Bezirksliga-Reserve im Tor, ehe es ihn nach Gütersloh verschlug. „Ich soll Erfahrung in die Truppe bringen“, beschreibt der Neue seine Rolle. Als Torwart komme ihm zudem im Handball eine besondere Rolle zu: „Du kannst Spiele gewinnen oder verlieren. Oft gewinnt der, der am Ende den besseren Torwart hat. Da muss ich zusehen, dass ich der bessere bin.“

Die Integration fiel ihm leicht. Mit Stracke und Lublow hat er wie erwähnt schon zusammengespielt. Jan und Timo Weber sowie Tim Gerwien kennt er aus seiner Bergkamener Zeit. Und die jüngeren Spieler hat er schon in ihrer Jugendzeit in Hamm gesehen. „Charakterlich passen die Jungs zusammen“, sagt Kleeschulte. „Und sie haben zuletzt Erfolge gefeiert, so etwas schweißt immer zusammen.“

Auch wenn er die Landesliga nicht kennt, ist Kleeschulte sich sicher, dass der Aufsteiger das anvisierte Ziel Klassenerhalt schaffen wird. „Das sollte machbar sein, wenn alle an einem Strang ziehen. Das Potenzial ist da, auch um es frühzeitig sicherzustellen“, hält er seine neue Mannschaft für stark genug. Auch von der jüngsten Verpflichtung des früheren Heereners Dominik Warias verspricht er sich viel: „Das ist ein erfahrener und schneller Spieler.“ Wichtig sei für den Erfolg ein guter Zusammenhalt – und den hat der Hammer rund um die MCG-Halle bislang vorgefunden. - bob

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