Jahn Marten wird für TuS-Ringer ein harter Brocken

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Gegen Lünen-Süd trat Marvin Manz in der 98-kg-Klasse an und verlor. Gut möglich, dass der Bönener bei Jahn Marten in den 86-kg-Bereich wechselt.

Bönen - Zur gewohnten Zeit um 19 Uhr gehen die Ringer der TuS Bönen am Samstag auf die Waage. Allerdings treten sie nicht in der heimischen Goethehalle an, sondern beim KSV Jahn Marten in Dortmund-Bodelschwingh, wo sich eine halbe Stunde später die ersten Kämpfer gegenüberstehen (Beginn 19.30 Uhr). Dabei sind die Bönener in den Verbandsliga-Duellen vor der Pause leicht favorisiert, die Gastgeber dafür anschließend.

Wie immer wird natürlich viel davon abhängen, wer auf welcher Seite tatsächlich eingesetzt wird. Der KSV hat beispielsweise an den ersten vier Kampftagen bereits 15 Ringer aufgeboten (Bönen 14). Doch in den beiden leichteren Klassen überzeugten die Martener bislang nicht. Die Ausnahme ist Orif Belkov, der vermutlich den 61-kg-Kampf bestreiten wird und alle seine vier Auftritte siegreich gestaltet hat. Auch oben haben die Jahner sicher Luft. Dort steht zwar Trainer Bekir Gencer (98 kg), aber er kam wie auch Schwergewichtler Wladimir Zimmermann bislang nur selten zum Einsatz. Bönen könnte also mit einer Führung in die Halbzeit gehen, doch gewonnen ist dann noch nichts.

Denn der Tabellendritte aus Marten holte seine Erfolge vor allem in den mittleren Klassen. Im 70-kg-Bereich könnte Kapitän Daniel Keim auf einen alten Bekannten treffen. „Gegen Mohamed Kalkhaou habe ich vor 15 Jahren gekämpft“, sagt Keim. Beide gelten als Spezialisten der griechisch-römischen Stilart, wo Kalkhaou bis dato dreimal siegreich in dieser Saison war. Robin Winkelhaus (75 kg Freistil) und Sharom Sobirov (75 kg griechisch-römisch) zählen zu den stärksten Ringern der Liga. Und Sobirov wird hochmotiviert sein, nachdem er in der Vorwoche nach einer 13:0-Führung vom Krefelder Julian Olbrich noch auf die Schultern gelegt wurde. Die starke Mitte der Jahner vervollständigt mit Masih Kul eine ehemaliger Bönener. „Das wird ein hitziger Kampf“, sagt Keim für Lukas Korte voraus.

Die genaue Besetzung der Klasse will der TuS-Trainer aber erst nach dem Abschlusstraining am Freitag entscheiden. „Die finale Aufstellung soll Trainingsansporn sein“, erklärt Keim, der die Favoritenrolle für den Mannschaftsvergleich an die Martener gibt. „Sie werden am Ende der Saison im oberen Tabellendrittel zu suchen sein.“ Der KSV ist zwar nominell aus der Landesliga aufgestiegen. Dorthin war er aber nur zwangsversetzt worden, weil er vor zwei Jahren mit einem ähnlichen Kader als Zweiter der Verbandsliga auf seinen Startplatz in der Oberliga verzichtete. „Das ist kein wirklicher Aufsteiger. Uns steht eine harte Aufgabe bevor“, betont Keim. Jahn ist aktuell Dritter mit zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage gegen Spitzenreiter Krefeld, die wegen Sobirovs Fauxpas deutlich mit 10:20 ausfiel. - bob

TuS: 57 kg I. Ipek, 61 kg: Hauke, 66/70 kg: Keim, Schwark/Wegner, 75 kg H. Ipek/Soeedy, 80 kg Korte, 86/98 kg Güney, Manz, 130 kg Alkan/Strzalka/El-Cheickh Hassan

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