TVG-Heimspiel bei A-Liga-Rückkehr / SpVg nach Rünthe

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Sebastian Lüblinghoff fehlt bei der A-Liga-Rückkehr der Fliericher Germanen.

Bönen - Der TVG Flierich-Lenningsen brennt auf sein erstes Heimspiel in der Kreisliga A seit vier Jahren. Die Bönener Vereine IG und SpVg treten zum Auftakt auswärts an und wollen ebenfalls gut aus den Startlöchern kommen.

TVG Flierich-Lenningsen – Rot-Weiß Unna II (Sonntag 15 Uhr/Butterwinkel). Am Sonntag kehrt die Kreisliga A zurück an den Butterwinkel – und zwar im Gewand von Rot-Weiß Unna II. Die benachbarten Unnaer gastieren zum Auftakt der A-Liga-Saison beim TVG, der erstmals seit vier Jahren wieder ein Team im Kreisliga-Oberhaus stellt. „Auf das Spiel freuen wir uns natürlich“, sagt TVG-Trainer Thorsten Müller. Ihre Vorfreude werden die Fliericher allerdings nur bis zum Anpfiff genießen können. Denn dann geht es gleich ums Ganze. „Das ist für den Start eine spannende Aufgabe. Mir wäre es eigentlich lieber gewesen, wir hätten erst mal ein paar der Ligafavoriten zum Gegner gehabt“, sagt Müller. Unna aber ist das, was Flierich auch ist: ein Aufsteiger. „Und wenn du zuhause gegen Mitaufsteiger spielst, rechnest du dir natürlich was aus“, so Müller. Ein gemütliches Einstimmen auf die heiß ersehnte A-Liga wird es also nicht geben.

Überhaupt: Unbekannt sind die Rot-Weißen den Flierichern nicht. Und die Erinnerungen sind keine guten. Im vergangenen Sommer und Winter testete die Müller-Elf gegen Unna – und kam zweimal torlos unter die Räder. Einmal hieß es 0:4, einmal 0:6. „Diesmal wird das keine so klare Sache“, sagt Müller, der sein Team auch in dieser Vorbereitung nicht unbedingt als Testspiel-Weltmeister erlebte. Viel verspricht sich Müller trotzdem vom zweikampfstarken Fliericher Mittelfeld. Ausfallen werden Sebastian Lüblinghoff, Dennis Unterkötter und Björn Müller. So oder so wird das erste Saisonspiel aber einmal mehr eine Reise ins Unbekannte: „Es geht um die Fragen: Wie weit sind die, wie weit sind wir?“

SuS Rünthe – SpVg Bönen (Sonntag 15 Uhr/Hafenstadion). Mit durchwachsen ist die Vorbereitung der SpVg noch wohlwollend beschrieben. Urlaubs-, verletzungs und arbeitsbedingte Ausfälle sorgten für kleine Trainingsgruppen und Notmannschaften bei den Testspielen. Auch in der letzten Partie am Mittwoch gegen Sönnern (1:2) fehlten noch sieben Leute. Für den Saisonstart kehren Niclas Arenz und Florian Bednarek in den Kader zurück, verstärken somit die Offensive, haben aber Trainingsrückstand. Yannic Weißenberg hat nach seinem Bänderriss das Lauftraining aufgenommen. Die angeschlagenen Cengiz Güner und Tobias Wittwer könnten Optionen werden. Im Zweifel will Trainer Hendrik Dördelmann sein Team mit Akteuren aus der Reserve auffüllen.

An Rünthe haben die Bönener schlechten Erinnerungen. Mit dem unnötigen 1:1 Anfang April begann der Negativlauf und damit der Abschied vom Titeltraum. „Das war der Knackpunkt“, sagt Dördelmann. Seine Mannschaft sieht er gegen den Vorjahreszehnten nicht als Favoriten. „Am Saisonstart stehen alle bei null Punkten.“ Ein Sieg soll natürlich trotzdem her. „Wir wollen gerne mit drei Punkte in das Spiel gegen Mark gehen“, sagt Dördelmann, dessen SpVg am zweiten Spieltag den Meister empfängt.

SVF Herringen – IG Bönen (Sonntag 15 Uhr/Schachtstraße). „Die ersten zwei, drei Spiele werden uns wehtun“, weiß IG-Trainer Evren Karka. Denn weil viele Bönener Spieler während der Vorbereitung in Urlaub waren oder wegen Arbeit ausfielen, fehlen der Mannschaft noch einige Grundlagen. „Diese Trainingswoche war sehr gut“, sagt Karka, weiß aber, dass das von ihm und Tayfun Basyigit betreute Team noch einige Wochen benötigt, um auf 100 Prozent zu kommen.

Dementsprechend dürften die Trauben in Herringen hoch hängen. Der zurückgekehrte SVF-Coach Ralph Oberdiek hat den Kader um einige Akteure mit Bezirksliga-Erfahrung verstärkt, weswegen der Gastgeber zu den Geheimfavoriten zählt. Der frühere Oberliga-Spieler Nico Schiller fehlt allerdings rotgesperrt. „Mit einem Punkt wäre ich zufrieden“, sagt Karka vorsichtig. Die Bönener wollen auf Konter setzen und mit ihren schnellen Spitzen um Kwame Opuko und Ramazan Dincer Gefahr erzeugen.

Sorgen bereitet allerdings die Defensive. Mit Furkan Aydeniz, Arman Kuba und Mehmet Duman fehlen weiter drei Abwehrspieler. Sherif Karahan als vierter Defensivmann erhält laut Karka nach seinem Disput mit Basyigit beim Spiel gegen Mühlhausen II am vergangenen Sonntag eine Pause. „Disziplin steht an erster Stelle“, betont Karka. Fatih Cebar aus der Reserve soll als Linksfuß zum Kader stoßen. - bob/Jan

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