Dennis Hohn weiß noch, wo in Flierich die Tore stehen

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Thorsten Lux wird beim Torschussversuch im Strafraum gelegt. Der Elfmeterpfiff des Schiedsrichter blieb aus.

Bönen - Auch nach der 0:3 (0:1)-Niederlage des TVG Flierich-Lenningsen gegen den Hammer SC lobte Sebastian Schlieper sein Team. Der verletzte Stürmer, der Trainer Thorsten Müller vertrat, wusste schließlich um die angespannte Personalsituation des Aufsteigers in die Fußball-Kreisliga A. Das war eine verdiente Niederlage, aber es gibt keinen Grund enttäuscht zu sein. Wir haben das rausgeholt, was ging.“

Letztlich ging nicht viel bei den Germanen, die unter anderem ohne Schlieper, Thorsten Bennemann, Florian von Glahn, Björn Müller und Sebastian Lüblinghoff antraten. Die Fliericher setzten daher auf eine defensive Taktik, zudem nahm Simon Maletz seinen früheren Teamkollegen Dennis Hohn in Manndeckung, verstärkte gegen den Stürmer so die Dreierkette. Der Plan ging zunächst auf, weil die Gastgeber durchaus mit schnellem Umschaltspiel nach vorne gelangten. Dabei hätte auch ein Elfmeter herausspringen können, doch beim Foul von Moritz Kahlert gegen Thorsten Lux im Strafraum blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm. „Für mich definitiv ein Elfer und vielleicht war er sogar letzter Mann“, sah Schlieper in dieser Fehleinscheidung einen ersten Knackpunkt.

Auf der Gegenseite entwischte Hohn dann doch einmal der Bewachung von Maletz und überwand nach einem langen Ball von Aaron Siepmann TVG-Torwart Alexander Schubert aus 14 Metern mit einem Heber (23.). „Ein wunderschönes Tor“, meinte selbst Schlieper. Zuvor hatte Jonas Große Allermann für den HSC bereits die Latte getroffen (14.).

Spätestens nach dem Wechsel waren die Gäste aber überlegen. Flierich verlor nach einer Stunde zudem Lux wegen einer Leistenverletzung, während Hohn nur wenig später das 0:2 erzielte (63.). „Aus dem Nichts, gegen zwei Mann“, wie Schlieper befand.

Ein Aufbäumen der Fliericher fand angesichts des fehlenden Personals nicht mehr statt. Im Gegenteil, der TVG war um Schadensbegrenzung bemüht, was im Großen und Ganzen auch gelang. Der HSC erhöhte durch Marcel Schmidt lediglich auf 0:3 (81.). Die letzten zehn Minuten verteidigten die Germanen dabei sogar in Unterzahl, weil Maletz unglücklich auf den Rücken fiel und die Auswechselmöglichkeiten bereits erschöpft waren. - bob

TVG: Schubert – M. Bennemann, Westergerling, Tomes – Maletz – Unterkötter (74. Konrad) – D. Biermann (46. Stappert), Kurz, Lux (61. Fox) – Daude, Weiß

HSC: Liedtke – Staubus, Hinkelmann, Kahlert, Meller – Beckschäfer, Siepmann, Mingram (72. Wagner), Jürgens (82. Bazenov), Große-Allermann (70. Schmidt) – Hohn

Tore: 0:1 Hohn (23.), 0:2 Hohn (63.), 0:3 Schmidt (81.)

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