TVG-Kapitän Bennemann: „Wollen alles rausholen“

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Auf TVG-Kapitän Thorsten Bennemann und seine Fliericher warten im Aufstiegsrennen noch fünf Heimspiele.

Bönen - Nach den zwei Niederlagen wollte der TVG Flierich-Lenningsen eigentlich nur noch schadlos durch die nächsten Wochen kommen und dann schauen, wie groß der Abstand zum Spitzenduo der Kreisliga B1 dann ist. Fünf Spieltage vor Schluss sind die Germanen nach Patzern der Konkurrenz im Kampf um die bis zu zwei Aufstiegsplätze wieder mittendrin.

Zum Tabellenzweiten SSV Hamm hat der TVG aufgeschlossen, Spitzenreiter Wiescherhöfen III liegt nur noch vier Zähler voraus Kapitän Thorsten Bennemann blickt im Interview mit Boris Baur auf die Erfolge in den vergangenen Wochen, den Saisonschlussspurt mit fünf Heimspielen am Stück und den Chancen auf den Aufstieg.

Am Sonntag haben Wiescherhöfen III (0:0 in Bockum-Hövel III) und der SSV Hamm (1:3 beim Hammer SC II) überraschend Punkte liegen gelassen. War die Freude darüber in der Mannschaft groß?

Thorsten Bennemann: Definitiv. Wir waren ja schon früher fertig und haben es dann auf fussball.de verfolgt. Als der Erste es dann im Gruppenchat gepostet hat, war der Jubel natürlich groß.

Im Gegensatz zu den Konkurrenten ist der TVG gut durch die vergangenen Wochen gekommen, obwohl es viele Ausfälle gab.

Bennemann: Wir haben ja in der Skiurlaub-Woche vor Ostern zwei Niederlagen kassiert. Danach haben wir es trotz der vielen Verletzten gut hinbekommen. Wir haben alles gewonnen und gegen Uentrop unentschieden gespielt. Die sind ja immerhin Vierter. Ich hoffe, dass es weiter bergauf geht. Der eine oder andere ist auch schon wieder leicht ins Training eingestiegen.

War nach den beiden Niederlagen vor Ostern der Glaube weiter vorhanden, dass die Mannschaft eine Chance bekommt, ins Aufstiegsrennen einzugreifen.

Bennemann: Wir haben gewusst, dass es schwierig ist. Wir wussten, dass wir jedes Spiel gewinnen mussten und haben dann von Spiel zu geschaut. Beides sind keine Übermannschaften, daher haben wir damit gerechnet, dass die noch Punkte abgeben werden. Und jetzt haben wir ein spannendes Saisonfinale.

Jetzt sind es noch fünf Spiele. Wie schätzen Sie die Chancen des TVG auf den Aufstieg ein?

Bennemann: Wir müssen mal gucken. Wir haben jetzt die Spiele gegen Stockum und die IG (den Vorletzten und den Letzten – Anm. d. Red.), die müssen wir eigentlich beide klar gewinnen. Danach kommt Bockum-Hövel III, die kann ich nur ganz schwer einschätzen. Die haben scheinbar die ganze Mannschaft ausgetauscht und spielen trotzdem gut. Hölzken schätze ich stark ein. Die haben sich im Winter verstärkt und den einen oder anderen Favoriten geärgert. Bis dahin müssen wir uns schadlos halten. Zuletzt kommt der HSC, der liegt uns nicht. Da müssen wir dann gucken, ob es noch um etwas geht.

Die Konkurrenten haben ein etwas schwereres Restprogramm.

Bennemann: Beide spielen noch gegen Uentrop. Der TuS ist zuletzt ein wenig eingebrochen und liegt schon fünf Punkte hinter uns. Wir hoffen aber, dass sie sich wieder berappeln und unseren Konkurrenten die Punkte klauen.

Die letzten fünf Spiele bestreitet der TVG allesamt am Butterwinkel. Wie groß ist der Heimvorteil?

Bennemann: Absolut groß. Der Platz kommt uns super entgegen von der Größe und so. Das ist ein Riesenvorteil. Und alle freuen sich darauf, durch den Heimrechttausch in der Hinrunde die Spiele zuhause bestreiten zu können.

Mit welcher Vehemenz packt der TVG denn das Unternehmen Aufstieg überhaupt an?

Bennemann: Ich habe ja vor der Saison gesagt, wir wollen auf Platz sechs oder besser landen. Dass es jetzt auf einmal so weit oben ist, überrascht uns schon. Wir haben uns aber vor der Saison gut verstärkt. Wir werden jetzt voll draufgehen und alles rausholen, was geht.

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