TVG fehlt im Kellerduell das Fortune

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Simon Maletz trieb das Fliericher Spiel immer wieder unermüdlich an – es half nichts, am Ende unterlag seine Germania mit 0:1 gegen SuS Rünthe.

Bönen - Große Enttäuschung herrschte nach dem Abpfiff bei den Akteuren des TVG Flierich-Lenningsen. Die bittere 0:1-Niederlage gegen SuS Rünthe war die vierte in Serie. Und der Aufsteiger ist nach dem Traumstart im August gegen RW Unna nun endgültig in der tristen Realität der Fußball-Kreisliga A angekommen.

Dass die Fliericher auch gegen Rünthe nichts holten, war im Vergleich zu den vorherigen Spielen aber absolut vermeidbar. „Wir hätten einen Sieg verdient gehabt“, haderte TVG-Coach Thorsten Müller. In der Tat hatte seine Mannschaft in einem insgesamt niveauarmen Spiel die besseren Chancen. Doch der Ertrag blieb aus.

Müller, der in Tobias Weiß, Gillian Daude, Lukas Kurz, Sebastian Schlieper, Dennis Unterkötter und Marvin Stappert auf sechs potenzielle Stammkräfte verzichten musste, stellte zurecht fest: „Sechs Ausfälle können wir nicht verkraften, das hat man heute gesehen.“ Dem Fliericher Spiel fehlte es an Struktur, auch wenn Spielmacher Simon Maletz nahezu überall auftauchte und versuchte, Angriffe zu initiieren.

In der zehnten Minute hätte die Partie bereits eine andere Wendung nehmen können, wenn Bastian Eickhoff den besser postierten Andrija Juric nicht übersehen hätte. Ansonsten fehlten Höhepunkte in der von Fehlpässen und Konzentrationsschwächen geprägten ersten Halbzeit. Im zweiten Durchgang verlegte sich die TVG wieder mehr auf die eigenen Stärken und setzte auf Steilpässe in den Rücken der Abwehr. Das brachte einige gefährliche Szenen und eine dicke Chance für Eickhoff, der an Keeper Manuel Noetzel scheiterte (49.).

In der 80. Minute schockte Rünthe den TVG mit der ersten echten Tormöglichkeit. Ein langer Freistoß von Niklas Barks fand irgendwie den Weg ins Tor von Alexander Schubert. Unklar blieb der Torschütze, sowohl Tim Grundmann als auch Mustafa Akti waren in Ballnähe. Grundmann soll den Ball noch berührt haben. Nach einer kurzen Schockstarre berappelte sich die Germania wieder und hatte durch Maletz noch die Chance zum Ausgleich, doch auch er scheiterte an SuS-Schlussmann Noetzel (85.).

SuS-Trainer Engin Abali war zufrieden mit seiner Mannschaft und sagte: „Ich glaube, wir haben verdient gewonnen. Natürlich ist das Tor ein bisschen glücklich zustande gekommen, aber das gehört dazu.“ Auch für den Gegner hatte er lobende Worte übrig: „Der TVG hat eine super Truppe mit Kampfgeist. Heute hat ihnen das Quäntchen Glück gefehlt.“ - krz

TVG: Schubert – Konrad, M. Bennemann, Westergerling, Lux – Müller, Maletz, von Glahn – Lüblinghoff, Eickhoff (70. S. Bennemann), Juric (55. Stemper)

SuS: Noetzel – Wagner, Franke, Barks, Weiss, Siedlarek (60. Akti), Schenk, Närdemann (56. Alveren), Macagnino (46. Kopar), Wierling, Grundmann

Tor: 0:1 Grundmann (80.)

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