TVG hat im Derby mehr Kraft und auch mehr Glück

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Die Fliericherinnen (mit Leibchen) entschieden das Gemeindederby gegen Nordbögge knapp für sich.

BÖNEN - Nach 90 aufreibenden Derby-Minuten lobten beide Trainer erst einmal den Gegner. „Flierich hat am Ende verdient gewonnen“, meinte VfK-Co-Trainer Thomas Seepe, nach der 2:0 (1:0)-Niederlage seiner Mannschaft am Butterwinkel. TVG-Coach René Johannes erklärte im Gegenzug: „Nordbögge war unser bisher stärkster Gegner. Das hat mir gut gefallen, wie der VfK gespielt haben.“

Das Lokalduell bot dabei mehr Hektik als übliche Partien, auch weil sich viele Zuschauer die um 17 Uhr angepfiffene Partie anschauten. Letztlich sprachen zwei Gründe für den Sieg der Fliericherinnen. Sie hatten in der Schlussphase konditionell mehr zuzusetzen, als der vom Pokalspiel unter der Woche noch etwas geschwächte kleine Kader der Nordböggerinnen. Und sie hatten in den entscheidenden Szene mehr Glück.

Der VfK war in der ersten Hälfte besser. „Wir mussten eigentlich in Führung gehen“, sagte Seepe. Doch Priscilla Hahne und Eva Haker vergaben die besten Möglichkeiten. Auf der anderen Seite scheiterte zwar Dana Kitschke freistehend an Torhüterin Victoria Kohl, doch wenig später fand sie mit einer Ecke Janine Skriginski, die zum 1:0 einköpfte (24.). Pech hatte der Gast, als TVG-Torfrau Lara Stratmann bei einem Schuss das Gleichgewicht verlor, den Ball aber irgendwie und für den Schiedsrichter noch vor der Linie klärte.

Nach dem Wechsel übernahm Flierich langsam die Kontrolle, auch weil Nordbögge die letzte Durchschlagskraft fehlte. Zwölf Minuten vor Schluss bekam die Germania einen umstrittenen Freistoß an der Strafraumgrenze, den Sanja Lehmann im dritten Versuch ins Netz beförderte. Melissa Biernath verpasste nach einer Ecke aus kurzer Distanz den Anschlusstreffer (82.).

Flierich ist bereits am Dienstagabend wieder im Einsatz, wenn um 19.30 Uhr das vorverlegte Spiel bei der SG Bockum-Hövel angepfiffen wird. - bob

TVG: L. Stratmann – V. Lindert, M. van der Weide, L. Lehmann, Höher, Winrich, Kitschke, Scheidt, K. van der Weide, Skriginski, Hemmer; A. Lindert, N. Stratmann, S. Lehmann

VfK: Kohl – Fahrenhorst, Scheffler, Fietkau, Biernath, Seepe, Haker, Vestweber, Gerdes, Kilmer, Hahne; Winterkamp

Tore: 1:0 Skriginski (24.), 2:0 S. Lehmann (78.)

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