Flierich feiert die Meisterschaft

Flierich macht die Meisterschaft perfekt

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Nach dem Schlusspfiff herrschte am Butterwinkel ausgelassene Stimmung inklusive Sekt- und Bierduschen und der Meister-Humba.

Bönen - Der TVG Flierich-Lenningsen ist Meister. Damit steigt Bönens ältester Sportverein, der in diesem Jahr seinen 125. Geburtstag feiert, als Tabellenerster der Fußball-Kreisliga B1 direkt auf.

Die ersten Fliericher hatten die Aufstiegsshirts schon wenige Minuten vor dem Abpfiff übergestreift. Mit jeder Minute, die das Fernduell zwischen dem TVG und dem SSV Hamm verging, wurde die Gewissheit der Germanen am Butterwinkel größer, dass es mit dem Aufstieg klappen wird.

Und so stürmten alle Ersatzspieler, Betreuer und die Akteure der zweiten Mannschaft nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Senay Oturak aus Bönen aufs Feld, um die Meisterfeier zu starten. „Das wird lange gehen“, kündigte dagegen Verteidiger Malte Bennemann nach dem 4:0 (2:0)-Erfolg über den Tabellenachten Hammer SC II und den ersten Sekt- und Farbduschen an.

Mit einer um fünf Treffer besseren Tordifferenz gegenüber dem punktgleichen SSV Hamm waren die Fliericher in den letzten Spieltag der B1-Liga-Saison gegangen. Bevor die beiden loslegten, hatte sich der TuS Wiescherhöfen, der zwei Stunden eher angefangen war, mit einem 9:1-Sieg gegen Rhynern III um einen Zähler an den beiden Kontrahenten vorbeigeschoben. Doch TVG und SSV machten früh klar, dass die Entscheidung nur zwischen ihnen fallen würde.

Flierich krönt sich zum Meister

Die Hammer stellten das Ergebnis schnell durch zwei Tore (2., 11.) auf 2:0, worüber der 1. Vorsitzende, Nils Böckmann, über Handy informiert war. Doch auch die Fliericher fanden sofort gut in ihr Spiel. „Die ersten 25 Minuten waren super souverän“, sagte Bennemann. Zunächst beförderte ein Westtünner die Hereingabe von Sebastian Schlieper vor dem einschussbereiten Tobias Weiß ins eigene Tor (7.). Das 2:0 besorgte Schlieper auf Vorlage von Gilian Daude selbst (25.). Danach wirkten die Germanen, die eigentlich auf Kurs waren, etwas nervös, und der HSC kam zu ersten Möglichkeiten. Von „Unsicherheit“ sprach Bennemann. Zudem berichtete Böckmann, dass der SSV zur Pause auf 4:0 erhöht hatte.

„Wir wusste, dass wir uns Chancen herausspielen“, waren die Fliericher laut Schlieper dennoch voller Zuversicht. Daran änderte sich auch nichts, als Tobias Weiß, die erste tausendprozentige Gelegenheit kläglich vergab (46.). Für mehr Ruhe sorgte er aber eine Minute später, als er den herauseilenden HSC-Keeper mit einem Heber aus großer Distanz überwand. Daude legte kurz darauf das 4:0 nach (51.). Anschließend überboten sich die Fliericher im Auslassen auch größter Möglichkeiten. „Wenn wir aus zehn Chancen zwei machen, ist das keine gute Ausbeute, aber es reicht“, sagte Schlieper.

Am Ende trudelte das Aufstiegsrennen locker aus: Denn HSC sah noch zwei Platzverweise, als zunächst ein Hammer wegen mehrfachen Meckerns mit gelb-rot vom Feld flog (63.) und ihm dann ein Kollege nach einer Tätlichkeit gegen den zuvor handgreiflich gewordenen Gilian Daude folgte (82.). Tore schoss Flierich in Überzahl keine mehr. Das wurde nicht bestraft, weil der SSV ebenfalls Ladehemmung hatte und nur 5:1 gewann.

Fünf Minuten vor Schluss sickerte das Ergebnis aus Hamm auch zu den Akteuren auf den Platz durch. „Da haben wir nur noch auf den Schlusspfiff gewartet“, gab Bennemann zu. Der kam und die Feier konnte beginnen.

„Das war insgesamt eine grandiose Manschaftsleistung. Ich bin stolz auf meine Truppe“, freute sich Trainer Thorsten Müller über den Aufstieg. Der SSV muss dagegen ein vorsorgliches Relegationsspiel gegen Weddinghofen bestreiten, das am Sonntag um 18 Uhr auf dem Sportplatz des VfK Nordbögge an der Feuerwache steigt. Der Gewinner steigt auf, der Verlierer muss hoffen, dass die A-Liga-Meister Mark und Holzwickede II aufsteigen.

TVG: Schubert – von Glahn, M. Bennemann, B. Müller, Lux – Maletz, J. Biermann, Kurz, Schlieper – Weiß, Daude; eingewechselt: Westergerling, Stura, Juric

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