Drei Premieren beim Heimauftakt der TuS-Ringer

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Fehmi Güney besetzt zum Saisonstart der TuS Bönen in der Ringen-Verbandsliga gegen Mülheim-Styrum die 86-kg-Klasse.

Bönen - Der erste Kampftag ist für die Verbandsliga-Ringer der TuS Bönen stets eine Rechnung mit vielen Unbekannten. Es ist immer recht ungewiss, wie die Gegner in dieser Saison aufgestellt sind. Vor dem Heimauftakt gegen den KSV Mülheim-Styrum am Samstag um 19.30 Uhr in der Goethehalle (Waage 19 Uhr), ist diesmal auch bei den Bönener noch nicht alles endgültig geklärt.

Dem Team um Kapitän Daniel Keim ist das aber gar nicht so unrecht. Denn es ist der breite Kader, der der Mannschaft in diesem Jahr mehr Optionen offenhält.

Eine Regeländerung spielt bei den Bönenern zusätzlich in die Aufstellung rein. So dürfen nun auch in der Verbandsliga nur noch zwei Ausländer pro Kampf antreten. Dazu gilt für Ringer, die schon lange in Deutschland leben, die sogenannte N6-Regel. Für Ausländer, die seit sechs Jahren in Deutschland weilen, kann ein Sonderantrag gestellt werden, so dass sie nicht mehr zum Ausländerkontigent zählen. Bei der TuS ist das bei Fehmi Güney und Ramazan Alkan der Fall, die Anträge sind gestellt, aber bis gestern Mittag noch nicht genehmigt worden.

Während Alkan, der bis vor ein paar Tagen in Urlaub war, pausiert, wird Güney in 86 kg (griechisch-römisch) antreten. Die zweite Ausländerposition nimmt Mujtaba Saeedy ein. Der Flüchtling, der vor rund einem Jahr zur TuS stieß, geht in 75 kg Freistil auf die Matte. Zwei weitere Neuzugänge werden ebenfalls ihre Premiere feiern. Hamdin Ipek übernimmt den 75-kg-Part in griechisch-römisch. Sein ebenfalls aus Detmold nach Bönen gewechselter Bruder Ibrahim das Leichtgewicht.

Dazwischen folgen alte Bekannte. Marc Hauke (61 kg), Karsten Wegner (66 kg) und Keim (70 kg) bilden in den kleineren Klassen ein mehr als solides Fundament. In 80 kg soll Lukas Korte wieder eine Bank werden. Nach Güney sollen Marvin Manz (98 kg) und Sebastian Strzalka (130 kg) den Schwergewichtsbereich besetzen. „Das ist jetzt erstmal der erste Wurf. Nach oben müssen wir uns aber noch etwas strecken“, sagt Keim, denn richtig schwer ist aus diesem Duo keiner. Deshalb könnten im oberen Bereich noch Überlegungen angestellt werden, wenn Güney seine N6-Anerkennung erhält. Mit Keim und Manz (beide Freistil) sowie Güney (griechisch-römisch) ringen allerdings drei Bönener schon in ihrer bevorzugten Stilart. „Wir sehen derzeit so unsere größten Chancen“, erklärt Keim.

Mülheim zählt zu den Lieblingsgegner der Bönener. „Wir haben eigentlich immer gewonnen“. so Keim. Das 20:20-Unentschieden vor einem Jahr in der Goethehalle, das durch umstrittene Schiedsrichterentscheidungen zustande gekommen war, wurmt ihn allerdings noch immer. „Wir wollen zuhause gerne die ersten Punkte holen, ganz klar“, sagt der Kapitän.

Bei den Gästen ist vor allem 66-kg-Mann Patrick Theisen zu beachten, der in der vergangenen Saison alle seine 15 Kämpfe gewann. In 75 kg könnten sich Niklas Theisen (8:7) und Theodoros Ntanasidis (8:2) als schwere Gegner herausstellen. Auch Leichtgewichtler Max Wulf war 2015 stark (9:4). - bob

TuS: 57 kg I. Ipek, 61 kg Hauke, 66 kg Wegner, 70 kg Keim, 75 kg H. Ipek, Saeedy, 80 kg Korte, 86 kg Güney, 98 kg Manz, 130 kg Strzalka

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