Doppelkampftag mit vielen Fragezeichen für TuS-Ringer

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Ob Karsten Wegner am Wochenende für Punkte in Frage kommen wird, hängt viel von den Aufstellungen der Gegner aus Essen-Dellwig II und Rheinhausen ab.

Bönen - Die Verbandsliga-Ringer der TuS Bönen wollen am Wochenende etwas für ihren Stand in der Tabelle tun. Die weist sie lediglich als Achte von zehn Mannschaften aus, doch der Spitzenreiter ist nach fünf Einsätzen nur vier Punkte entfernt. „Es wäre schön, wenn es jetzt vor dem Ende der Hinrunde läuft“, sagt Kapitän Daniel Keim vor dem Doppeleinsatz am Samstag und am Feiertagsmontag.

Bislang lief es für Bönen nicht so gut. Gegen den Tabellenzweiten Aldenhoven verlor die TuS mit einem Zähler, dazu kam die „blöde „Niederlage“, so Keim, gegen Kirchlinde, als die Mannschaft durch Absagen extrem geschwächt war. Jetzt soll es besser werden. „Ich hoffe auf drei Siege in den kommenden vier Kämpfen“, sagt Keim. Dann würde sein Team die erste Serie mit ein positiven Bilanz abschließen. Die Aufeinandertreffen mit dem TV Essen Dellwig am Samstag um 19.30 Uhr (Waage 19 Uhr) in der Goethehalle und am Tag der Deutschen Einheit beim AKS Rheinhausen (19.30 Uhr) zählt der Kapitän explizit dazu.

Dabei wird allerdings viel davon abhängen, mit welcher Aufstellung beide Kontrahenten am langen Wochenende antreten. Die Gegner verfügen über einen starken Kader, den sie in den bisherigen Kämpfen allerdings kaum einmal zusammenbekamen. Das gilt besonders für Essen.

Die Zweitliga-Reserve setzte schon 20 Athleten bei ihren fünf Auftritten ein. Von denen kam lediglich Ekrem Günölü (66 kg) jedes Mal zum Einsatz. Im Vorjahr kam der Aufsteiger in der Landesliga sogar auf 29 Akteure. Günölü ist einer der vielen starken Leute beim TV und kommt auf eine 3:0-Bilanz. Zu nennen sind auch Ertugrul Agca (75/80 kg), der alle seine drei Kämpfe gewann. Oder Leichtgewicht Malik Sakhi, der schon fünfmal ungeschlagen blieb.

Am vergangenen Wochenende zeigte Essen dem Tabellenführer Krefeld die Zähne. „Die Aufstellung war echt der Hammer“, sagt Keim. So standen unter anderem die Zweitliga-Akteure Kevin Schoska (61 kg) und Alex Winke (70 kg) auf der Matte. Keim hofft, dass der Gast am Samstag nicht alle Topleute in der Goethehalle aufbietet, denn dann sieht er für sein in Bestbesetzung antretendes Team eine Chance.

Mit Rheinhausen steht der TuS der Drittbeste der Vorsaison am Montag gegenüber. Doch 2016 „tauchen Lücken auf“, sagt Keim. Mit 4:6 Punkten sind die Duisburger gleichauf mit Bönen. Das liegt daran, dass der AKS diesmal nicht so kontinuierlich gut aufgestellt ist. Mit Wladislaus Eirich (80 kg) und Schwergewicht Nikolaj Siroglazov waren nur zwei Athleten immer dabei. Die werden für die Bönener aber sofort eine hohe Hürde darstellen, weil sie noch ungeschlagen sind. „Eirich war im letzten Jahr einer der stärksten Ringer der Liga“, sagt Keim. Andere nominell gute Kämpfer wie die Leichtgewichte Viktor Anseln und Pietro Sabatini fehlten schon oft, sind aber noch ebenfalls ungeschlagen. Nicolai Kress, sonst auch ein sicherer Punktekandidat, scheint Probleme mit dem Gewicht in 75 kg zu haben. In 86 kg ging Trainer-Notnagel Dimitri Wegner schon dreimal auf die Matte.

Die Bönener, die am Montag eventuell auf Jihad El-Cheickh Hassan zurückgreifen können, erwarten also zwei absolute Wundertüten. Weswegen abzuwarten bleibt, ob Keims Wunsch, in der Tabelle zu klettern, überhaupt realisierbar ist. Viel wird davon abhängen, wie sie ihre vielen Personaloptionen zwischen 66 und 86 kg gewinnbringend nutzen. - bob

TuS: 57 kg I. Ipek, 61 kg Hauke, 66 kg Schwark/Wegner, 70 kg Keim, 75 kg H. Ipek, Soeedy, 80 kg Korte, 86 kg Güney, 98 kg Manz, 130 kg Strzalka/El-Cheikh Hassan (?)

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