Chirstina Aust mit Fünffach-Erfolg in Hacheney

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Christina Aust holte mit ihrem siebenjährigen Pferd Kollinear fünf goldene und eine silberne Schleife.

Er hat es wieder getan. Steffen Bröckmann (RuF Nordbögge/Lerche) gewann am Sonntag zum Abschluss des Sommerturniers der Reitgemeinschaft Bönen-Hacheney das M-Springen mit Stechen. Wie schon eine Woche zuvor in Nordbögge. Und der Lenningser hat offensichtlich einen gut bestückten Stall: Am Heideweg siegte er nicht mit seinem „Routinier“ Neunelfer-Turbo, Bröckmann saß auf Bella Vita, einem seine jüngeren Tiere, das er in Nordbögge noch geschont hatte.

Bröckmann hatte im Stechen mit 42,88 Sekunden fast zwei Sekunden Vorsprung vor Andreas Kleine (Letmathe, 44,83). Er schaffte es auch, ein zweites Pferd zu platzieren. Auf seinem anderen Nachwuchspferd Qjou wurde er Fünfter in der sportlich wertigsten Prüfung.

Auftakt des Hacheneyer Reitturniers

Ein junges Pferd führt auch Christina Aust momentan in den Turniersport ein. Die Hacheneyerin räumte mit Kollinear die meisten Schleifen ab. Fünfmal holte sie Gold, einmal Silber. Viermal, inklusive des Mannschaftswettbewerbs, siegte Aust in A-Prüfungen, einmal im L-Punktespringen. Die silberne Schleife holte sie in einer weiteren A-Springprüfung knapp mit einer Zehntelsekunde hinter der Bönenerin Caroline Deutsch auf Paoki (48,20), die für den Märkischen Reiterverein Hamm startet. Sie war nicht die einzige Bönenerin, die unter „fremder Flagge“ startete. Nordbögges Lefke Bennemann holte in der L-Dressur auf Christobal Silber. Sie startet für Kalthof.

Der Turniersamstag der RG Hacheney 

Kollinear ist erst sieben Jahre alt. „Deswegen reiten wir noch kein M-Springen, wir wollen das Tier nicht verheizen“, erklärte Rolf Aust zum erfolgreichsten Pferd des Turniers. Das Tier ist selbst gezogen, der ungewöhnliche Name stammt daher, dass Vater „Kool man“ eben mit K beginnt und die Austs keinen gewöhnlichen Namen wollten. „So ist es dann ein mathematischer Begriff geworden“, erklärt Vater Aust, im wahren Leben Versicherungsmakler. „Es hat aber die ganze Familie über den Namen entschieden.“ Ganz stimmig ist der Name nicht. Kollinear bezeichnet Punkte auf einer Geraden, während im Springreiten durchaus häufige Richtungswechsel angesagt sind.

Der Finaltag des Reitturniers der RG Hacheney

Ein neues Pferd reitet auch Talisa Hahne (Hacheney). „Paroli hat Potenzial ist aber schwer zu beherrschen“, erklärte Mutter Silke. „Talisa reitet ihn seit fünf Wochen und hat sich in ihn verliebt.“ Seit einer Woche steht das Pferd bei Hahnes im Stall. Die Bilanz beim Heimturnier ist nicht gut: Im A-Springen stürzte das Paar Paroli/Talisa, am Finaltag des Turnier bekam das Tier eine Auszeit.

Überhaupt endeten viele Versuche, Bestzeit zu reiten, im Sand der Anlage an der Heidestraße. „Wir hatten erstaunlich viele Stürze, aber sie gingen glimpflich aus“, sagte Turnierchefin und Vereinsvorsitzende Romy Brodda. Nur einmal musste das DRK Bönen eine Reiterin zur Untersuchung ins Krankenhaus fahren.

Lefke Bennemann holte mit Christobal Silber bei der L-Dressur.

„Ansonsten war es ein gelungenes Turnier – wir hatten auch wieder Glück mit dem Wetter“, so Brodda weiter. Aprilwetter am Freitag, die Platzberegnung zur passenden Zeit nach Platzierung des letzten Springens am Samstag und strahlender Sonnenschein am Sonntag. Es passte, einschließlich der guten Besucherzahlen, vor allem zum Abschluss als viele Familien die Veranstaltung als Ziel eines Ausflugs wählten.

„Richtig gut angenommen wurde der Gottesdienst“, erklärte Pressesprecherin Carmen Rinkewitz. Mit Gitarre und Gospelsongs begeisterte Uwe Rimbach aus Heeren. Und mit seiner bodenständigen Art: Freimütig gab er zu, dass der Weg vom Toilettenwagen zum Turnierplatz ein schwieriger für ihn gewesen sei. Der Geistliche, der regelmäßig auch den Bikergottesdienst auf Hof Möllmann feiert, hat Angst vor Pferden.

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