TuS-Ringer verlieren durch umstrittenen letzten Kampf

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Im entscheidenden Kampf des Tages fehlte Bönens Daniel Keim ein Punkt zum Sieg, den er aufgrund einer Fehlinformation des Protokollführers nicht mehr zu erringen versuchte.

Bönen - Bei seinem ersten Auftritt als Ringer im Bönener Trikot gegen Mühlheim-Styrum bekam Ibrahim Ipek die Punkte schon an der Waage. Am Samstagabend erhielt der Neu-TuSler dann in der Verbandsliga die Chance seine Klasse auf der Matte zu zeigen. Zum Auftakt des Kampfes gegen den starken Aufsteiger TuS Aldenhöven besiegte der 57-Kilomann Yakup-Ali Avci im freien Stil technisch überlegen mit 18:3. Am Ende hatte der Gast allerdings mit 17:16 die Nase vorne.

„Es war dann doch noch ein enger Kampf. Wir sind stark zurückgekommen – damit hätte ich nicht mehr gerechnet“, urteilte TuS-Trainer Ingo Manz. Nach dem 4:0 von Ipek legte Jihad El-Cheickh Hassan noch einen Punkt im Schwergewicht nach. Das war´s dann zunächst an Siegen für den Gastgeber.

„In 86 und 98 kg haben wir falsch aufgestellt“, gab sich Manz nach der 16:17-Niederlage. Marvin Manz (86 kg) trat im ungeliebten griechisch-römischen Stil an. Der Bönener verlor nach 2:13 Minuten technisch unterlegen gegen Anouar Bouronihya mit 2:18. Fehmi Güney (98 kg, Freistil) unterlag noch schneller in 1:52 Minuten gegen Christian Weppler. Der Bönener bevorzugt ansonsten eher den klassischen Stil.

El-Cheickh Hassan (130 kg) zeigte gegen Michael Karduck einen geduldigen Kampf. Die Beiden belauerten sich über sechs Minuten. Dem Bönener reichte eine Zweierwertung in der ersten Runde. Er brachte Karduck zu Fall. Ansonsten bestand der Kampf aus Klammern mit wenigen Aktionen.

„Für Marc war in meinen Augen mehr drin“, ärgerte sich Manz über die zweite Saisonniederlage Marc Haukes (60 kg) gegen Hüseyin Cakit. Der Bönener rang diesmal zurückhaltend, nachdem er in der Vorwoche gegen Styrums Max Wulf eine völlig unnötige Schulterniederlage kassiert hatte. Die Aktionen und Punkte machte Cakit. Hauke überstand auch diesmal die erste Runde nicht: 4:13 hinten wurde er kurz vor der Pause nach 2:50 Minuten doch noch geschultert.

Stephan Schwark blieb gegen Justin Colling erwartungsgemäß chancenlos. Wie auch Aldenhovens Niklas Basner gegen Karsten Wegner. Der Bönener brauchte allerdings die „zweite Luft“, lag nach der ersten Runde 4:6 hinten. Basner holte nach der Pause keinen Punkt mehr. Wegner gewann schließlich klar und deutlich mit 15:6.

Nach vier weiteren Punkten an der Waage für Hamdin Ipek und dem überzeugenden Sieg von Lukas Korte (80 kg – auch er drehte nach der Pause richtig auf – über Thomas Ritz stand es 16:16.

Zum Abschluss stand Bönens Routinier Daniel Keim gegen Vadim Dubowik (75, GR) auf der Matte. Das Duell brachte die durch zahlreiche falsche Entscheidungen des Kampfrichters Vladimir Kreps aufgeheizte Stimmung auf einen neuen Höhepunkt. Den knappen, ausgeglichenen Kampf gewann Dubowik, obwohl die Anzeige Keim als 13:12-Sieger angab. Eine Fehlinformation: Wenn sich der Protokollführer bei der elektronischen Punktevergabe verdrückt, kann das nicht zurückgenommen werden. Das geschah in beiden Runden jeweils mit einem Punkt. Keim war ahnungslos. „Hätte er das mitgekriegt, hätte er den Punkt noch gemacht“, war sich Trainer Manz sicher. Bei 12:12 hätte Keim gewonnen, da Dubowik eine Verwarnung kassiert hatte – bei Unentschieden kassiert der Unbelastete den Punkt. - ml

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