IG-Coach Kabutke warnt vor Schlusslicht Nordbögge

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Das Hinspiel entschied die IG (rechts Ismail Oturak gegen Samed Özgüc) mit 3:1 für sich. Auf dem Nordbögger Kunstrasen werden die Bedingungen auf jeden Fall besser sein.

Bönen - Die einen können einen riesigen Schritt zum Klassenerhalt machen, für die anderen könnte der Abstieg aus der Fußball-Kreisliga A1 endgültig feststehen. Im Derby zwischen der IG Bönen und dem VfK Nordbögge am Sonntag um 15 Uhr an der Feuerwache sind die Vorzeichen klar.

„Das ist die Gefahr. Wir haben mehr zu verlieren“, sagt IG-Trainer Sven Kabutke. Denn die Favoritenrolle liegt klar bei den Gästen. Gegen das abgeschlagene Schlusslicht ist eigentlich für jeden Gegner ein Sieg Pflicht. Und dass sich die Spieler gut kennen, erhöht die Fallhöhe. „Gegen uns ist jeder Favorit“, sagt VfK-Coach Sven Kaczor: „Wir haben immer nichts zu verlieren. Ich weiß nur nicht, warum wir nicht so spielen.“

Bei einer Niederlage seiner Mannschaft und einem gleichzeitigen Sieg des TSC Hamm II beim SVF Herringen wäre der eh nicht mehr zu verhindernden Abstieg des VfK besiegelt. Kaczor nimmt es gelassen. „Die Chance war ja gering. Das Potenzial ist einfach nicht da, und dann waren da noch die vielen Verletzten“, gibt sich der Trainer keinen Illusionen hin.

Auch gegen Bönen fehlen wieder mehr als eine Handvoll Leute. Frederik Bennemann, Kevin Siebert, Sascha Frey, Thomas Kul, Samed Özgüc, Justin Seepe, Philip Preiß und Kaczor selbst fallen aus. „Wir wollen uns achtbar aus der Affäre ziehen“, erklärt der Coach. Dazu gehört das Abrufen der fußballerischen Grundtugenden wie Einsatzbereitschaft und Kampf, die Kaczor vor Wochenfrist bei der 2:9-Pleite in Stockum schmerzlich vermisste.

Die IG kann ihren Vorsprung auf den Drittletzten TuS 59 Hamm im Idealfall auf zehn Punkte ausbauen. Bei noch vier Spielen wäre das gleichzusetzen mit dem Klassenerhalt. „Wir wollen das möglichst schnell klar haben“, sagt Kabutke. Seine Mannschaft ist nicht erst seit dem 3:2-Erfolg im Derby über die SpVg in guter Form. „Wir müssen genauso konzentriert und diszipliniert wie gegen Bönen auftreten. In den Spielen, wo wir Ruhe auf Platz haben, sind wir immer gut dabei“, sagt Kabutke. Er warnt vor dem auf dem Papier deutlich schwächeren Gegner. Schon am Sonntag nach dem Sieg gegen die SpVg mahnte er seine Spieler: „Es geht bei 0:0 los. Wir müssen höllisch aufpassen. Gerade Mannschaften, die überhaupt nichts zu verlieren haben, sind gefährlich.“ Das bekam zuletzt die SpVg zu spüren, die sich nur knapp mit 2:1 gegen den VfK durchsetzte. Das Hinspiel gewann die IG mit 3:1.

Mit Ramazan Dincer, der sich am vergangenen Sonntag am Sprunggelenk verletzte, und Sherif Karahan (Gelbsperre) fallen bei den Gästen zwei wichtige Spieler aus. Mit Tato Tsekvashvili und Mehmet Duman rechnet Kabutke in dieser Saison nicht mehr. Immerhin kehrt Ufuk Turan zurück. - bob

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