Bönener A-Ligisten wollen weiße Weste auswärts verteidigen

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Nach dem 0:0 im Derby wollen der TVG und IG (links Marvin Stappert gegen Layé Toure) wieder einen Dreier einfahren.

Bönen - Drei Auswärtspartien stehen für die Bönener Fußball-A1-Ligisten am Sonntag auf dem Programm. Die SpVg und die IG spielen dabei fast nebeneinander, weil die TSC-Reserve gegen die IG auf dem Ausweichplatz im Hammer Sportzentrum Ost antritt, wo zuvor auch die SpVg auf die Hammer SpVg III trifft.

Hammer SpVg III – SpVg Bönen (Sonntag 15 Uhr/Sportzentrum Ost, Jahn II). Voller Selbstvertrauen geht die SpVg in das dritte Saisonspiel. Zwei Siege fuhren die Bönener bisher ein, doch besonders der 2:1-Erfolg gegen Vorjahresmeister Mark hat die Brust anschwellen lassen. Als Erster auf die Euphoriebremse drückt Trainer Hendrik Dördelmann. „Ich warne dringlichst davor, die HSV auf die leichte Schulter zu nehmen. Wir haben im vergangenen Jahr schon Punkte gegen vermeintlich schwächere Mannschaften gelassen“, so der Coach. Die neuformierte Hammer Drittvertretung hat erst eine Partie absolviert. In Werne verloren sie mit 0:4.

Der SpVg bietet sich in den kommenden fünf Begegnungen die Gelegenheit, sich in der Spitzengruppe zu positionieren. Denn die Gegner HSV III, Stockum, HSC, Lohauserholz II und Wiescherhöfen II zählen nicht zu den Schwergewichten der Liga. „Wir müssen gegen jeden Gegner gleich motiviert sein“, mahnt Dördelmann weiter.

Der Trainer will, dass sich seine Schützlinge auf ihre Tugenden konzentrieren, und die liegen in der defensiven Stabilität. Vorne darf aber ruhig etwas mehr Kaltschnäuzigkeit hinzukommen, denn gegen die Mark ließ beispielsweise Yusuf Güney zwei hundertprozentige Chancen zur frühen Vorentscheidung liegen. Personell ändert sich wenig. Sebastian Kromke ist privat verhindert, dafür steht Cengiz Güner für sein Saisondebüt bereit. „Er ist mit seiner Erfahrung eine gute Option für so ein Spiel“, so Dördelmann.

SVF Herringen – TVG Germania Flierich-Lenningsen (Sonntag 15 Uhr/Schachtstraße). Nein, alleine den aktuellen Tabellenstand möchte Thorsten Müller nicht heranziehen, um die Rollen für das Gastspiel seines TVG in Herringen zu verteilen. Der Trainer der Fliericher weiß genau um die bedingte Aussagekraft einer Zwei-Spieltags-Tabelle, in der ungeschlagene Fliericher (vier Punkte) vor punktlosen Herringern rangieren.

Was die Tabelle zum Beispiel nicht verrät, ist, dass Flierich in der Vorwoche eine bescheidene Leistung im Derby bei der IG Bönen anbot. Der 0:0-Endstand war glücklich – und das Positivste aus Sicht der Müller-Truppe. „Wir haben uns unter der Woche zusammengesetzt und überlegt, was uns gefehlt hat“, sagt der Coach. Das Fazit: Gerade im Mittelfeld mangelte es an erfolgreich geführten Zweikämpfen, der Angriff sorgte – mit zu wenigen Leuten besetzt – nur selten für Entlastung.

Was die Tabelle ebenfalls nicht verrät, ist, dass die gastgebenden Herringer noch vor zwei Wochen als ambitionierten Aufstiegsfavorit in die Saison gestartet waren. Müller rechnet allerdings mit einer nicht nur personell veränderten, sondern auch mit einer spielerisch verbesserten SVF-Elf. Apropos Veränderungen: Die gibt es auch im Fliericher Kader zuhauf. Lukas Kurz (Urlaub), Björn Müller (Arbeit) und Tobias Weiß (Gelb-Rot-Sperre) fallen aus, hinter der Rückkehr von Florian von Glahn und Sebastian Schlieper stehen Fragezeichen. Sicher zurück sind dagegen Gillian Daude und Sebastian Lüblinghoff.

TSC Hamm II – IG Bönen (Sonntag 15 Uhr/Sportzentrum Ost, Jahn I). 13 Tore kassierte die TSC-Reserve in ihren ersten beiden Saisonspielen, was vor allem am 1:11 gegen Unna II am vergangenen Sonntag lag. Angesichts der zu erwartenden Defensivschwäche des Gastgebers werden die IG-Spielertrainer Evren Karka und Tayfun Bas-yigit ihrer Mannschaft eine andere taktische Marschroute mit auf den Weg geben. „Wir wollen vorne zu machen und pressen“, sagt Bas-yigit: „Mal gucken, wie der TSC damit klar kommt.“ Für das Bönener Coachduo wird sich aber auch zeigen, wie weit das eigene Team ist, ob es ihre Vorstellungen taktisch und konditionell umsetzen können.

Das wird umso spannender, da die Trainingsbeteiligung schlecht war. Sieben Leute fielen wegen Mittagsschicht aus, dazu konnten die Flüchtlinge unter der Woche nicht aus ihrer Unterkunft am Möhnesee abgeholt werden. „Ich hoffe, dass wird sich nicht negativ auswirken“, sagt Basyigit. Er muss auf den rotgesperrten Fatih Cebar und Mehmet Duman verzichten. Auch Adams Saeed könnte ausfallen. - bob/jan

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