Für IG ist 1:1 gegen Meister Mark zu wenig

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IG-Spielertrainer Tayfun Basyigit (Mitte) haderte nach dem 1:1 gegen den VfL Mark mit der Chancenverwertung.

Bönen - Wirklich zufrieden wollte Tayfun Basyigit nicht sein, wirklich unzufrieden konnte er nicht sein. Das 1:1 (0:0) im Heimauftritt seiner IG Bönen gegen den hoch gewetteten VfL Mark war eines jener Spiele, deren Einordnung dem Bönener Spielertrainer im Nachgang nicht leicht von der Hand ging.

„Vorher hätte ich das so unterschrieben und den Punkt gerne mitgenommen. Im Nachhinein ist mir das zu wenig“, sagte Basyigit nach dem Remis, mit dem die Marker letztlich erheblich besser bedient waren als die Bönener. Die verpassten es obendrein, in der Tabelle an Mark vorbeizuziehen, das mit neun Punkten weiterhin knapp vor Bönen rangiert (acht Punkte).

„Wir haben heute richtig, richtig guten und dominanten Fußball gespielt. Das ist immer unser Ziel – und das macht mich natürlich stolz“, so Basyigit. Schon in der torlosen ersten Halbzeit der Partie machten die Gastgeber ihren Job am Bönener Schulzentrum gut. Sie erlaubten den ersatzgeschwächten Markern nur selten Zugriff auf die Partie, hielten körperlich gut dagegen und eroberten viele zweite Bälle. „Wir haben unseren Plan voll umgesetzt“, sagte Basyigit.

Der Makel im Spiel seiner Elf aber blieb derselbe wie schon in den Vorwochen: Sie zeigte sich abschlussschwach. Vor allem der agile Oguzhan Öztürk, aber auch Ramazan Dincer vergaben gleich mehrfach ihre Chancen – teilweise leichtfertig, teilweise dem starken Marker Schlussmann Jan Teepe geschuldet. Torlos ging es in die Pause. „Da hätten wir schon führen müssen“, so Basyigit.

Der Beginn der zweiten Halbzeit entschädigte ihn schließlich. Es dauerte nämlich nur vier Minuten nach dem Wiederanpfiff, ehe die IG und Öztürk doch noch trafen. Diese Führung war allerdings nicht von langer Dauer. Weil Mark eine der wenigen Möglichkeiten nutzte, die es bekam. „Das war ärgerlich, aber auch ein wenig dumm von uns“, so Basyigit. Schon vor der Partie hatte er auf die Bedeutung von Standards hingewiesen: Mark war die Mannschaft mit der Lufthoheit, Bönen zudem bei ruhenden Bällen zuletzt chronisch anfällig. So aus diesmal: Eine Freistoßflanke aus dem Halbfeld besorgte in der 60. Minute die Vorlage für den schnellen Ausgleich. „Das war unnötig, weil wir Mark im offenen Spiel zumeist gut unter Kontrolle hatten“, sagte Basyigit. Dabei blieb es auch in der Folgezeit der Partie. Es blieb aber auch bis zum Schlusspfiff beim 1:1. - jan

IG: Cebar – M. Duman, Dikenli, M. Akkaya, Ev. Karka, Basyigit, Thiemann (65. Adams), Öztürk, Opoku, Dincer, Aydeniz

VfL: Teepe – Wappler, Brinkwirth, Heinze, Pietrucha (79. Graf) – Lange, Rüther – Faros (89. Pauly), Horn, Rudzki – Jürgens (65. Beier)

Tore: 1:0 Öztürk (49.), 1:1 Horn (62.)

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