Altenbögges Neuzugänge Warias und Kleeschulte finden sich sofort zurecht

+
Zwei, die sich fast blind verstehen: Die Altenbögger Neuzugänge Florian Warias und Chris Kleeschulte.

BÖNEN - „Vorher hatte er gar nicht mit uns trainiert“, erstaunte RSV-Coach Mike Rothenpieler nach dem Altenbögger Sieg in Hamm. Er entschuldigte sich fast dafür, das er Chris Kleeschulte ins kalte Wasser geworfen hätte. Das war offensichtlich überflüssig. Auf der Platte in der Halle des Freiherr-von-Stein-Gymnasiums wirkte der Neuzugang des Landesligisten als ob er schon ewig dabei wäre.

Geholt hatten die Altenbögger den jüngeren Bruder von Torwart Kai Kleeschulte, weil der Verein in der wichtigen Startphase in die neue Liga viele Verletzte zu beklagen hatte. Genau aus dem Grund kam auch Dominic Warias Bruder Florian in die Gemeinde. Der spielte ebenfalls in Hamm und hinterließ einen genauso starken Eindruck.

„Es war, sag ich mal, zehn Tage klar, dass ich spiele“, blickt Kleeschulte zurück. Der Pass wurde angefordert, trainieren konnte der Neuzugang nicht. Aber spielen. Der 24-Jährige Polizist spielte zuletzt beim RSV Siegen. „Nur um mich fit zu halten“, erklärt der gelernte Kreisläufer. Glücklicher Umstand: Die Siegener Bezirksligamannschaft war in der Auflösung begriffen.

Kleeschulte stammt eigentlich aus der Jugend des ASV Hamm, spielte in der Oberliga für TuRa Bergkamen und dann wieder für den ASV, anschließend mit seinem Bruder Kai in Gütersloh.

In seinen Hammer Lehrjahren lernte er übrigens Dominic Warias, später in Bergkamen Andre Brandt und Florian Warias kennen. Das beeindruckende Spielverständnis beim Debüt in der Steinhalle kommt also nicht von ungefähr. „Es passte. Außerdem hatte ich ja in der Deckung mit Florian Warias einen erfahrenen Spieler an der Seite. „Es war zwischen uns sofort klar, wer wie verteidigt.“ Beide überzeugten am Samstag auch am eigenen Kreis.

Zunächst lief Kleeschulte als Linksaußen auf, Mitte der ersten Halbzeit übernahm er die Kreisläuferrolle des angeschlagenen Florian Warias. Später tauschte er auch mit Lukas Florian die Position im Rückraum. „Er sollte außen verschnaufen, hat ja mächtig Dampf gemacht.“ Auch das passte.

„Ich hab ja noch Familie in Hamm“, denkt Kleeschulte daran, demnächst öfter mal zu trainieren. „Die 60 Minuten in Hamm haben schon geschlaucht. Die Bezirksliga in Siegen ist eher mit der Kreisliga hier zu vergleichen. Und dann gleich Landesliga.“

Die Spiele zu planen, mit dem Dienstplan zu vereinbaren, darin sieht er kein Problem. Kleeschulte wird auch am Samstag im Pokal mit dem RSV beim HSG Unna II antreten – auch eine Möglichkeit, sich aufeinander einzustellen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare