RSV zieht Positives aus Niederlage in Höchsten

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Weil kein gelernter Kreisläufer mehr im Kader stand, half Frederic Betz (rechts) auf der ungewohnten Position aus.

Dortmund - Die Punkte blieben zwar in Dortmund, doch die Handballer des RSV Altenbögge fuhren irgendwie doch mit einem guten Gefühl nach Hause.

„Wir müssen uns definitiv vor niemanden verstecken, egal mit welcher Truppe wir auflaufen“, meinte Tino Stracke nach der 26:32 (12:16)-Niederlage im ersten Auswärtsspiel der Landesliga-Saison bei Borussia Höchsten. Einzig die Alternativen hätten gefehlt, um die Partie noch ausgeglichener zu gestalten.

Der verletzte Stracke übernahm in der Sporthalle Wellinghofen das Traineramt für den verhinderten Mike Rothenpieler, denn auch Co-Trainer Christian Kleff musste angesichts der zahlreichen Ausfälle auf die Platte. Auf der ungewohnten Position sah der Routinier zwar eine 2:1-Führung durch Tore von Timo Weber und Lukas Florian, doch wirklich im Spiel waren die Altenbögger nicht.

„Wir haben viele hundertprozentige verworfen“, sagte Stracke zur Anfangsphase. So setzte sich Höchsten auf 6:2 ab (9.). Die Gäste nahmen eine Auszeit, und erst ab dann fand der RSV ein Mittel gegen die offensive Deckung der Borussia. Nach einer Viertelstunde hieß es 6:7 aus Bönener Sicht. Es blieb eng, ehe der Gastgeber zum Ende des ersten Durchgangs wieder davonzog und mit einer 16:12-Führung in die Pause ging.

Bis auf 18:12 baute Höchsten seinen Vorsprung aus. Die Altenbögger Rumpftruppe, zu der Andre Brandt nach knapp zehn Minuten verspätet gestoßen war, war allerdings nicht gewillt, sich so einfach geschlagen zu geben. Kämpferisch bot der RSV eine ähnlich starke Vorstellung wie beim 29:27-Auftaktsieg über Herne, doch besonders das Fehlen von Jan Weber machte sich nachteilig bemerkbar. „Ein etablierter Mittelblock und ein gelernter Kreisläufer hätten uns gut getan“, sagte Stracke. So stand Frederic Betz ersatzweise im Zentrum, während sich Dominik Warias, Timo Weber und Betz sowie gegen Ende auch Steffen Pieper im Mittelblock abwechselten.

Bönen verkürzte den Rückstand schnell auf drei Tore (15:18/34.), kam sogar wieder auf zwei Treffer heran (21:23/44.). Letztlich hatte der Gast nach einer kräftezehrenden Partie aber weniger hinzuzusetzen als Höchsten, das die Begegnung beim Stand von 29:24 in der 53. Minute zu seinen Gunsten entschieden hatte. „Uns hat eine Wechseloption mehr gefehlt“, sagte Stracke, der den angeschlagenen Bernd Lublow aber nicht mehr ins Geschehen werfen wollte.

Der Interimstrainer konnte der Niederlage am Ende sogar Positives abgewinnen: „Das wichtigste ist, es hat sich keiner verletzt.“

RSV: Kleeschulte (1.-30., 48.-60.), Wollek (31.-48.) – Betz (1), Altner, Florian (7), T. Weber (2), Warias (9), Brandt (4), Pieper, P. Breulmann, Kleff (3), Lublow (n.e.)

Torfolge: 1:2, 6:2, 7:6, 11:10, 16:11, – 18:12, 21:18, 25:23, 28:23, 30:25, 32:26

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