RSV mit dem letzten Aufgebot nach Höchsten

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Andre Brandt kommt – wenn überhaupt – verspätet zum Spiel nach Höchsten. Dem kleinen RSV-Kader würde das guttun.

Bönen - Die Ausfallliste des RSV Altenbögge nimmt mittlerweile groteske Züge an. Aus dem eigentlich üppigen Kader stehen Trainer Mike Rothenpieler vor dem ersten Auswärtsspiel des Landesliga-Aufsteigers beim TuS Borussia Höchsten am Samstag um 19.15 Uhr (Sporthalle Wellinghofen) nur noch sechs Feldspieler zur Verfügung. „Wir haben am Dienstag mit dem Training ausgesetzt, bevor noch etwas passiert“, rettet sich Rothenpieler in Galgenhumor.

Im Vergleich zur Vorwoche fallen nun auch noch Bernd Lublow mit einer Oberschenkelzerrung und Jan Weber aus. Letzterer wird wegen eines Innenbandrisses im Knie, den er beim 29:27-Sieg gegen Westfalia Herne erlitt, bis zu drei Monate ausfallen. Andre Brandt ist verhindert, wird aber versuchen nachzukommen. „Wir suchen nach Verstärkungen“, kündigt Rothenpieler angesichts der heiklen Situation an. Denn viele Ausfälle sind – wie der von Weber – langfristiger Natur. Immerhin ist der Trainer zuversichtlich, bald Namen nennen zu können.

Eine vernünftige Vorbereitung auf die Partie war für Rothenpieler also nicht möglich. Er wird seinen Spielern aber einige Dinge mit auf den Weg geben, die sich angesichts der Personalsituation fast von selbst ergeben. „Wir dürfen auf keinen Fall das Spiel von Höchsten mitmachen, sondern müssen unser Tempo beibehalten“, sagt der RSV-Coach. Die Borussia wird auf schnellen Handball setzen, verteidigt zudem offensiv und mit einer aggressiven Deckung. „Das wird eine schwere Nummer“, so Rothenpieler. Er fordert daher von seinem verbliebenen Rest (Altner, Betz, Florian, Kleff, Warias und Timo Weber) maximalen Einsatz und Ehrgeiz: „Keiner darf sich schonen. Alle müssen ans Limit gehen, und dazu brauchen wir zwei überragende Torhüter.“ Patrick Breulmann und Steffen Pieper aus der Reserve unterstützen die Mannschaft.

Die Altenbögger wollen Höchsten also mit Geduld begegnen. „Wir müssen lange Angriffe spielen.“ Von dem Tempohandball, zu dem Rothenpieler seine Mannschaft eigentlich hinführen wollte, ist zur Zeit keine Rede mehr. Der Zweck heiligt eben die Mittel. - bob

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