Firmenlauf in Unna sorgt überall für gute Laune

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Diese beiden Läufer erschreckten ihre Mitstreiter mit „Schlammpaketen“.

Unna - „Wir sind vorne mit dabei“, ulkten die Mitarbeiter des Stahlwerks Unna. Sie meinten nicht den 12. AOK-Firmenlauf in Unna, denn „ankommen ist alles.“ Die Feierbiester blickten auf die Apres-Laufparty. „Da waren wir im vergangenen Jahr unter den Letzten – um uns herum wurde schon zusammengepackt.“

 Ganz vorne mit dabei im wörtlichen Sinne wollte Michael Ruhe sein. Der Bönener lief 2015 als Erster durchs Ziel und hatte auch kein Problem damit. Eigentlich soll der Lauf ja ein Gemeinschaftsgefühl vermitteln unter dem Motto: Laufen fürs Betriebsklima. „Einer muss ja als Erster ins Ziel laufen“, meinte Ruhe. Es gebe auch beim Firmenlauf durchaus einen Schlussspurt. Drei Läufer machten am Ende weit vor dem Feld den Sieg unter sich aus.

12. AOK-Firmenlauf in Unna

Viele Teams waren heterogen besetzt. Und liefen deswegen nicht gemeinsam. „Ich bin untrainiert“, gab Bönens Bürgermeister Stephan Rotering zu. „Und kein Läufer.“ Immerhin war der jüngste Bürgermeister des Kreises als erster Verwaltungschef dabei. Zumindest auf der Strecke. Denn Gerüchte besagen, dass Vorgänger Rainer Eßkuchen zwar beim ersten Lauf auch dabei war, aber nach dem Start gleich zur Party abbog. Das Team der Gemeinde Bönen verlor sich am Donnerstagabend auf den fünfeinhalb Kilometern nach dem Start auch schnell. „Aber ich freue mich darauf, mit der Mannschaft nachher noch ein Würstchen zu essen und vielleicht ein Bierchen zu trinken“, sagte Rotering.

Die Zahl der Teilnehmer steigt zwar stetig, Verkleidungen der Sportler werden auf dem Lauf immer seltener. Während Gea Farmtechnologys vor Jahren noch Azubinen in schweißtreibende Kuh-Kostüme steckte, blieben Feuerwehrmänner und zwei Schornsteinfeger die Ausnahme. Aufsehen erregten zwei Herren, die eine Schubkarre Schlamm bewegten und auch gerne damit warfen. Sie warben für den Lake-Run am Möhnesee, „den härtesten Lauf in NRW“.

Auf schrille Farben setzten einige Teams beim Trikot. Die Goetheschule auf extremes Pink. „Uns sieht man!“, hieß es bei der rein weiblichen Mannschaft. Lehrerin Stella Braune schaffte aber noch kurzfristig den Alibimann herbei. Ihr Freund Florian Danneil lief gerne mit im Team der „lustigen Weiber“, verzichtete aber ebenso gerne auf das schrille Trikot. Organisator Wolfgang Röller von der AOK zog ein rundum positives Fazit: „Es war herrlich. Viel bessere Konditionen können wir kaum geboten bekommen“, spielte er auf die tollen Wetterbedingungen an. Und auch ansonsten verlief beim Lauf und der anschließenden Party alles reibungslos. Auf der Höhe Bornekamp, wo die schnelleren Läufer den Walkern begegnen, hatten die Veranstalter ein neues Konzept ausprobiert, das gut funktionierte. „Das hat geklappt, obwohl es so voll war“, sagte Röller.

Aus Bönener Sicht sank die Zahl der Starter trotz des neuen Teilnehmerrekords bei der zwölften Auflage. Zwei Teams hatten schon im Vorfeld weniger gemeldet, durch kurzfristige Absagen schrumpfte die Zahl der Bönener Läufer auf 126. Im Vorjahr waren es noch über 160 gewesen.

Wie jedes Jahr nahmen auch die Mitarbeiter der Firma Kik am Lauf teil. Deren Stiftung „Help an Hope“ wurde vom Veranstalter gemeinsam mit der Bürgerstiftung Unna, der Caritas-Wohnungslosenhilfe, der Familienbande in Kamen und der Karl-Brauckmann-Schule in Holzwickede bei der Spendenvergabe bedacht. 5000 Euro waren durch Teile des Startgeldes zusammengekommen. Röller kündigte unterdessen an, dass einer 13. Auflage nichts im Weg stehe. Er tat dies am Freitag, den 13. „Ich hoffe, dass es dann zu einer Glückszahl wird.“

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