Ärger um JSG mit VfK führt zu Stichwahl bei SpVg-Jugend

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Andreas Köhler und Mirko Nowak (von links) setzten sich bei den Vorstandswahlen der SpVg-Jugendabteilung durch.

Bönen - Die SpVg Bönen stellt zur kommenden Saison keine A-Jugend mehr. Die angedachte Spielgemeinschaft mit dem Nachbarn Nordbögge, beim Fußballkreis schon beantragt, wurde mit den Neuwahlen zum Jugendvorstand am Freitagabend beerdigt.

In einer Stichwahl um den Posten des 1. Vorsitzenden scheiterte „Herausforderer“ Markus Krohne und erhielt nur zwei Stimmen. Der bisherige Stellvertreter Mirko Nowak wurde von 14 der 23 Stimmberechtigten im Vereinsheim am Rehbusch zum neuen Vorsitzenden gewählt. Die Wahl war nötig geworden, weil der erst 2015 gewählte Stefan Althoff Ende des Jahres aus privaten Gründen zurückgetreten war.

„Ich denke, in dieser Konstellation wird es nichts mit der SG“, ließ Sebastian Krohne, der seinem erkrankten Bruder auf der Jahreshauptversammlung als Sprachrohr diente, durchblicken, dass die Fusion der A-Jugend ganz eng mit Personalien verknüpft gewesen war. Er erläuterte das Konzept des Bruders, der an einer besseren Außendarstellung der SpVg-Jugend arbeiten und außerdem auf eine bessere Ausbildung der Juniorentrainer setzen wollte. Sebastian Krohne stellte danach das Team vor, mit dem er die Arbeit anzugehen gedachte. Da war die Rede von Dennis Przybilla, Heinz Piezocha, Marco Wittwer, Klaus Brinkmann und Dieter Hardekopf, aber nicht von Nowak.

Dem B-Jugend-Trainer hatte Geschäftsführer Piezocha zuvor die Hauptschuld am miesen Image des Vereins gegeben. „Trainer sollten Vorbild sein“, erinnerte er an die Verantwortung auf dem Platz. Nowak war fünf Spiele gesperrt gewesen, die B-Junioren rissen durch Strafgelder in der Summe von 1500 Euro ein großes Loch in die Jugendkasse. Nowak hingegen beklagte die mangelnde Unterstützung, Rückendeckung durch den Vereinsvorstand vor Ort. Und er betonte, dass keine Strafe für Schiedsrichterbeleidigung dabei gewesen sei. „Außerdem hätte man die Mannschaft ja zurückziehen können“, verteidigte Nowak sich an die Adresse von Piezocha und den Hauptvorstand, vertreten durch den 2. Vorsitzenden Ulrich Schenk und Geschäftsführer Friedhelm Wittwer. Aber das hätte man nicht gewollt, aus Angst, die B-Junioren und zukünftige A-Jugend sofort an andere Vereine zu verlieren. „Ich wurde von beiden Seiten, dem Jugend- und dem Hauptvorstand bedrängt.“ Keine Reaktion der Angesprochenen – nur die kleinlaute Bestätigung Piezochas, dass man die B aus Kalkül nicht abgemeldet habe.

Der Versuch des bis dahin stellvertretenden Kassierers Klaus Brinkmann, die Protagonisten anschließend zur Zusammenarbeit für die Zukunft des Vereins zu bewegen, scheiterte. Gewinnen konnte die Krohne-Fraktion nicht. Die Nowak-Anhänger waren deutlich in der Mehrheit, inklusive des dritten Kandidaten für den Vorsitz. Andreas Köhler (vier Stimmen), der sich mit dem Stellvertreterposten zufriedengab, Ehefrau Anke folgte Brinkmann als stellvertretender Kassiererin. Geschäftsführer Piezocha stand nicht zur Wahl, überlegt sich nun sein weiteres Vorgehen.

Das Kind war in den Brunnen gefallen, als Schenk doch noch nachfragte, ob Nowak mit Nordbögges Jugendobmann Dirk Brandt verhandelt hätte. Er hätte darin wenig Sinn gesehen, da Brandt die Bedingungen vorgeben hätte, brachte dagegen den BSV Heeren als möglichen Partner ins Spiel.

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