Der Staat Botswana im Süden Afrikas ist bekannt durch das Okavango-Delta und seinen Reichtum an wilden Tieren, aber auch für ergiebige Diamantenfunde...

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Botswana: Kinder begrüßen die Besucher neugierg und unbefangen
Das Land kann es sich leisten, auf Besuchermassen zu verzichten. Reiseredakteur Volker Pfau hat Botswana besucht und einen touristischen Rohdiamanten entdeckt.
Gefährlich war’s jedoch nie. Nur halt reichlich ungewohnt, denn zwischen uns und den Tieren gab’s kein Edelstahl-Absperrgitter oder Sicherheitsglas wie im Zoo, sondern nur die Zeltplane. Wer jedoch die Regeln der Natur beachtet und respektiert, dass er der Besucher ist und sich im Wohnzimmer der einheimischen Tierwelt entsprechend verhält, der wird in den Nationalparks von Botswana sehr beeindruckende Erlebnisse haben.
Die Tourismuspolitik der seit 45 Jahren unabhängigen Republik scheint von Erfolg gekrönt. Viel Platz, viele Tiere, wenig Besucher. Die Gebühren und der bürokratische Aufwand für den Besuch der Nationalparks werden hoch gehalten, die Unterkünfte sind meist gut bis sehr gut ausgestattet, bisweilen auch nur mit dem Flugzeug erreichbar. Es geht recht privilegiert auf Safari, spektakuläre Wild-Beobachtungen sind fast schon garantiert.
Volker Pfau
REISEZIEL Die Republik Botswana liegt im Süden Afrikas zwischen Namibia und Südafrika. Mit einer Fläche von 582.000 Quadratkilometern ist Botswana ungefähr so groß wie Frankreich (Mutterland) und Belgien zusammen, hat aber nur rund zwei Millionen Einwohner. Große Vorkommen von Bodenschätzen (v.a. Diamanten) machen Botswana zu einem der reichsten Länder Afrikas.
ANREISE South African Airways fliegt täglich von München nach Johannesburg (Preis: rund 690 Euro), von dort weiter mit Air Botswana nach Maun (Preis: rund 380 Euro), wo die meisten Touren durch die Nationalparks und ins Okavago-Delta starten.
GESUNDHEIT Der Norden Botswanas, insbesondere das Okavango-Delta, gilt während der Regenzeit von November bis April als Malaria-Risikogebiet. Vor Reisen in dieses Gebiet ist Rücksprache mit dem Arzt dringend erforderlich. Rund ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung ist mit HIV infiziert.
REISETYP Wer viele wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung und die Einzigartigkeit des Okavangodeltas erleben will und dabei auch mal Übernachtungen unter einfachsten Bedingungen nicht scheut, ist hier richtig.
OKAVANGO-DELTA Es liegt im Nordwesten des Landes und ist in der Regenzeit bis zu 22.000 Quadratkilometer groß (entspricht etwa der Fläche von Hessen). Der drittgrößte Fluss des südlichen Afrikas entspringt in Angola, fächert sich in Botswana zu einem Feuchtgebiet auf und versickert in der Kalahari. Zum Ende der Regenzeit führt der Okavango besonders viel Wasser, weswegen sich dann sehr viele Tiere im Delta aufhalten.
NATIONALPARKS MOREMI: Das 5000 Quadratkilometer große Wildreservat, das als eines der schönsten Afrikas gilt, liegt im Okavango-Delta. MAKGADIKGADI: Die Salzpfannen in dem Nationalpark im Nordosten des Landes gelten mit einer Größe von rund 12.000 Quadratkilometern als größte zusammenhängende Salzpfanne der Welt. CHOBE: Er wurde 1967 als erster Nationalpark in Botswana gegründet und ist heute über 11.000 Quadratkilometer groß.
KLIMA/REISEZEIT Die Regenzeit dauert von ungefähr November bis April. Die Tagestemperaturen erreichen im Sommer bis zu 35 Grad, im Winter ist nachts Frost möglich.
WÄHRUNG Die Währung Botswanas heißt Pula (BWP) – das Wort aus der Landessprache Setswana bedeutet auf Deutsch übersetzt Regen bzw. Segen. Ein BWP entspricht rund 10 Euro-Cent.
ANGEBOTE Der Veranstalter Meier’s Weltreisen hat die 16-tägige Camping-Safari „Botswana intensiv“ im Programm, die mit Flügen, 13 Übernachtungen in Zeltcamps und Lodges, Safarifahrten, Verpflegung und Transfers ab 2289 Euro pro Person kostet. Info und Buchung im Reisebüro, telefonisch unter 018 05/33 74 00 (14 Cent/Min.) oder unter www.meiers-weltreisen.de.
AUSKUNFT Botswana Tourism Organisation, Büro Deutschland, Karl-Marx-Allee 91 A, 10243 Berlin, Tel. 030/ 42 02 84 64, www.botswanatourism.de.



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