K-Frage in der SPD

Schulz lehnt Kanzlerkandidatur ab: "Mein Platz ist in Brüssel"

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EU-Parlamentspräsident Martin Schulz lehnt eine Kanzlerkandidatur kategorisch ab. 

Berlin - EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) steht seiner Partei für eine Kanzlerkandidatur bei der nächsten Bundestagswahl nicht zur Verfügung. Er weiß, wen er stattdessen unterstützen wird.

"Mein Platz ist in Brüssel", sagte der SPD-Politiker der "Welt am Sonntag". Er habe 32 Jahre und damit sein gesamtes politisches Leben in Europa investiert. "Und Europa ist momentan nicht im besten Zustand. Ich versuche hier meinen Beitrag zu leisten, dies zu ändern", so Schulz.

SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte sich für einen Mitgliederentscheid ausgesprochen, wenn es in der Partei mehrere Bewerber bei der K-Frage geben sollte. Neben Schulz gelten Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Sozialministerin Andrea Nahles und Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz als Alternative zu Gabriel. Ihnen allen werden allerdings keine großen Ambitionen nachgesagt, 2017 in den schwierigen Wahlkampf gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu ziehen.

"Ich unterstütze Sigmar Gabriel mit Haut und Haaren", sagte Schulz. "Die SPD hat einen sehr, sehr starken Parteivorsitzenden." Zugleich forderte er: "Die SPD muss noch mehr die Partei der Menschen sein, die hart arbeiten, sich an die Spielregeln halten und das tun, was ihr Land von ihnen verlangt." Viele dieser Menschen hätten das Gefühl, dass nur noch über Milliardenbeträge geredet werde, die "irgendwo" hinfließen würden, sagte Schulz. Das seien für die meisten unvorstellbare Summen. "Wir Sozialdemokraten müssen weniger in Milliardenbeträgen und mehr an die Menschen denken, die nur wenig Geld im Monat zur Verfügung haben."

dpa

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