Gorch Fock: Guttenberg hält an Besuch fest

+
Trotz Plagiats-Affäre: Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg möchte die Gorch Fock besuchen.

Berlin - Karl-Theodor zu Guttenberg will die "Gorch Fock" trotz der Plagiats-Affäre besuchen. Wie es mit dem abgesetzten Kapitän des Schulschiffs weitergehen soll, ist noch unklar.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hält trotz der Plagiats-Affäre an dem geplanten Besuch des in Schlagzeilen geratenen Schulschiffes “Gorch Fock“ fest. “Der Minister hat seine Absicht bekundet, das Schiff vor Einlaufen in Kiel zu besuchen“, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin. Dies werde “eher in heimatnahen Gewässern passieren“. Ein Datum nannte er nicht.

Lesen Sie dazu auch:

Bericht entlastet "Gorch Fock"-Kommandant

Gorch Fock: Merkel hat Mitleid mit Angehörigen

Die “Gorch Fock“ lief Sonntagabend deutscher Zeit im peruanischen Hafen Callao ein. Sie wird Anfang Mai in Kiel erwartet. Im November 2010 war eine 25 Jahre alte Kadettin bei einer Übung auf dem Schiff in den Tod gestürzt. Nach ihrem Tod hatten Offiziersanwärter das Verhalten der Vorgesetzten massiv kritisiert.

In dem Untersuchungsbericht der Marine zu den Vorwürfen wird der von Guttenberg abgesetzte Kapitän Norbert Schatz nach “Focus“-Angaben entlastet. Ein “disziplinarrechtlich relevantes Fehlverhalten“ des Kapitäns sei “nicht zu erkennen“, schreibt das Magazin. In Marine-Kreisen werde erwartet, dass Guttenberg den Kapitän rehabilitiert. Guttenberg hatte den Kommandanten im Januar vorläufig von seinen Pflichten entbunden.

Das Ministerium wollte den Bericht weiter nicht bestätigen. Er werde dem Marine-Inspekteur an diesem Mittwoch vorgelegt, sagte der Sprecher. “Dann wird man sehen, welche Konsequenzen aus dem Bericht erwachsen.“ Es handele sich um “reine Spekulation“. Der Sprecher sagte aber auch: “Es ist selbstverständlich so, dass Kapitän Schatz dann wieder eingesetzt werden kann, wenn man zu der Überzeugung kommt, dass die sichere Rückführung des Schiffes durch ihn (...) gewährleistet wäre.“

dpa

Mehr zum Thema

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare