Vier Menschen teilweise schwer verletzt

Entsetzen, Trauer und Wut: Reaktionen nach dem Anschlag bei Würzburg

Unter anderem in den sozialen Medien drücken viele ihre Betroffenheit aus.

Würzburg - Der Angriff eines 17-Jährigen mit Axt und Messer auf Fahrgäste in einem Zug bei Würzburg löst Entsetzen und Trauer aus - nicht nur in Deutschland.

Update vom 28. Juli 2016: Die Kanzlerin unterbricht nach der Anschlagserie in Deutschland ihren Sommerurlaub. Wir berichten von der Pressekonferenz mit Angela Merkel im Live-Ticker.

Nach der Attacke eines 17-jährigen Flüchtlings aus Afghanistan am Montagabend mit einer Axt und einem Messer auf Fahrgäste in einem Regionalzug bei Würzburg-Heidingsfeld herrscht große Betroffenheit.

Zwei Menschen wurden schwer verletzt und einer leicht verletzt. Ein Mensch schwebte noch in Lebensgefahr. Die Polizei erschoss den Angreifer als er flüchtete.

Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) hat sich erschüttert gezeigt. „Ich bin entsetzt über diese schreckliche Gewalttat“, sagte er nach Angaben der Stadt am Dienstag. Er fühle mit den Opfern und Mitreisenden, „die bei dieser Wahnsinnstat an Leib und Seele schwere Verletzungen erlitten haben“. „Über die Hintergründe der Tat sollte nicht spekuliert werden, bis wir gesicherte Tatsachen haben“, sagte Schuchardt. Er dankte den Einsatzkräften und Helfern und zeigte sich erleichtert, dass so schnell reagiert werden konnte.

National und international ist die Anteilahme groß.

„Ein Akt schrecklicher Feigheit. Wir stehen Deutschland im Kampf gegen Terrorismus zur Seite. Wünsche für eine schnelle Genesung“, teilt der belgische Premierminister Charles Michel mit.

„Die afghanische Axt-Attacke ist schrecklich und zutiefst zu verurteilen. Die Grüne Renate Künast stellt sich auf die Seite des Täters. Das ist pervers. Für die CSU gilt: Opferschutz vor Täterschutz. Wir danken der Polizei für ihren Einsatz, mit dem sie weiteres Blutvergießen verhindert hat.“ (Der CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer)

„Junge Flüchtlinge fallen immer wieder durch Gewalt und Straftaten auf, sorgen für Polizeieinsätze und Unsicherheit in der Bevölkerung. (...) Der aktuelle Fall zeigt, dass eine intensive Betreuung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge notwendig ist. Hier darf es in einem Rechtsstaat keine Denkverbote geben.“ (Der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier (CDU))

Landtagspräsidentin Barbara Stamm hat die Axt-Attacke eines jungen Afghanen in einem Regionalzug in Würzburg als grausam und perfide verurteilt. „Über diese schreckliche Tat, die besonders meine unterfränkische Heimat ins Mark trifft und fassungslos zurücklässt, bin ich zutiefst erschüttert und unendlich traurig“, sagte die CSU-Politikerin am Dienstag. Stamm rief dazu auf, sich nicht einschüchtern zu lassen. „Wer auch immer hinter solchen perfiden Angriffen steckt: Wir lassen uns unsere Freiheit und unsere Werte nicht nehmen“, forderte sie.

Auch die Deutsche Bahn hat den Angriff verurteilt. „Wir sind entsetzt über die brutale Attacke“, sagte Konzernchef Rüdiger Grube am Dienstag in Berlin. „Unsere Gedanken sind jetzt bei den Verletzten und ihren Angehörigen.“

Basketball-Profi Dirk Nowitzki (38) hat bestürzt auf die Axt-Attacke in einem Regionalzug nahe seiner Geburtsstadt Würzburg reagiert. „Sprachlos. In Gedanken bin ich in meiner Heimatstadt Würzburg. Kranke Welt....“, schrieb der berühmteste deutsche Basketballspieler am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter. Nowitzki ist in Würzburg geboren. Der NBA-Profi der Dallas Mavericks trainiert auch heute noch manchmal mit seinem Förderer Holger Gschwindner im nahe gelegenen Rattelsdorf.

Amoklauf bei Würzburg: Bilder

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