Wieder Randale rund ums Abi

Zwei schwer verletzte Schüler in Köln

[Update 9.55 Uhr] Köln - Erneut haben rund 200 angehende Abiturienten in Köln randaliert und sich Auseinandersetzungen geliefert. Zwei Jugendliche wurden in der Nacht zu Dienstag schwer am Kopf verletzt, berichtete ein Polizeisprecher.

Rivalisierende Schülergruppen waren am Humboldt-Gymnasium in der Südstadt aufeinander losgegangen. Nach ersten Erkenntnissen bewarfen sie sich mit Gegenständen, ein Polizeisprecher sprach von Wasserbomben, Farbbeuteln und Eiern. 

Ein Jugendlicher verletzte sich zudem leicht. Die Polizei ermittelt wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, Körperverletzung und Landfriedensbruch. Bereits in der Nacht zu Montag hatten mehrere Hundert Abiturienten insgesamt 15 Einsätze der Polizei ausgelöst und Sachbeschädigungen an sieben Gymnasien verursacht. 

Laut Polizei waren auch Anzeigen wegen teils gefährlicher Körperverletzung sowie Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz geschrieben worden. Man habe Drogen beschlagnahmt, außerdem Baseballschläger und eine zur Schlagwaffe umgebaute Fahrradkette. 

Die Polizei prüft nach dpa-Informationen außerdem einen Zusammenhang zwischen einem weiteren Vorfall in der Nacht und den eskalierenden Abifeiern: Auf einer Straße in Rodenkirchen seien Molotowcocktails gezündet worden. Allerdings sollen weder Menschen noch Gebäude beworfen worden sein. Ein Tatverdächtiger sei festgenommen worden, weitere seien flüchtig.

Auch in den Sozialen Netzwerken liefern sich die Gymnasiasten regelrechte Kämpfe und dokumentieren die gegenseitige Provokation. In einem , treten vermummte Schüler wie eine Gang auf. 

Auf einemInstagram-Account, der sich dem Leonardo-da-Vinci-Gymnasium zuordnet, stehen neben Fotos vermummter Schüler Schlagworte wie #füreinenfairenabikrieg, #leonardoübernimmt und #ihrwerdetvernichtet. - dpa

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