Sorge vor einem Atomunfall

Region Aachen klagt gegen belgisches AKW Tihange

ARCHIV - Dampf steigt am 20.01.2016 in Huy (Belgien) aus dem Atomkraftwerk Tihange des Stromversorgers Electrabel. Foto: Oliver Berg/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Die Städteregion Aachen will gegen das belgische Atomkraftwerk Tihange klagen.

Aachen - Im Aachener Dreiländereck wächst die Sorge vor einem Atomunfall im belgischen Kernkraftwerk Tihange. Die Aachener Städteregion will vor Gericht ziehen und bekommt auf breiter Ebene

Die Städteregion Aachen will gegen das belgische Atomkraftwerk Tihange klagen. Das teilte Städteregionsrat Helmut Etschenberg am Donnerstag für die zehn Kommunen der Aachener Region mit. Die Städteregion werde vor dem obersten belgischen Verwaltungsgericht, dem Staatsrat, gegen die Wiederinbetriebnahme von Tihange 2 im Dezember letzten Jahres klagen. Zusätzlich will sie vor einem Gericht in Brüssel die generelle Stilllegung von Tihange 2 erreichen.

Die Reaktoren Doel bei Antwerpen und Tihange bei Lüttich stehen nach einer Pannenserie in der Kritik. Es ist umstritten, ob Haarrisse im Reaktorbehälter von Tihange II gefährlich sind.

Möglicherweise schließe sich die Region außerdem einer Klage der Umweltschutzorganisation Greenpeace gegen Tihange 1 an. Gespräche dazu finden nächste Woche statt. Daneben will die Region auch ihre Informationsansprüche nach europäischem Recht geltend machen.

Die niederländischen Kommunen Maastricht, Heerlen und Kerkrade wollen sich der Klage anschließen. "Es gibt keinen Politiker im niederländischen Grenzgebiet, der sich keine Sorge macht", sagte der Bürgermeister von Kerkrade, Jos Som. Unterstützung kommt nach Angaben der Städteregion auch von den Kreisen Düren, Heinsberg, Euskirchen sowie aus Rheinland-Pfalz vom Landkreis Vulkaneifel und vom Eifelkreis Bitburg-Prüm. - lnw

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