Reine Formalie jetzt offiziell erledigt

Wirtschaftsminister Garrelt Duin unterschreibt Bürgschaft für Kettler

Kettcar-Hersteller Kettler bekommt eine Landesbürgschaft.

Werl/Ense/Düsseldorf - Die Erklärungen erschienen Mittwochnachmittag fast zeitgleich im E-Mail-Ordner. Sowohl NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin als auch der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Norbert Römer, zeigten sich erfreut über endgültig gute Nachrichten aus dem Hause Kettler.

Der Freizeitartikel-Produzent hat nämlich seit gestern die Urkunde in Händen, mit der der Minister die beantragte Landesbürgschaft mit seiner Unterschrift genehmigt hat. Das war zwar eine reine Formalie, nachdem der Bürgschaftsausschuss des Landes diesem Begehren des Unternehmens Ende Januar zugestimmt hatte. Endgültig wirksam aber wird so etwas erst, wenn Duin die Empfehlung billigt.

Der Minister erklärte, sein Haus habe „das Unternehmen in den zurückliegenden Monaten intensiv begleitet und an der Erarbeitung einer Lösung zum Erhalt der Arbeitsplätze in NRW mitgewirkt“.

Er sei „zuversichtlich, dass der jetzt eingeschlagene Weg zum Erfolg führen wird. Die Landesregierung hat ein Angebot gemacht, das eine zukunftsorientierte Fortführung und nachhaltige Sanierung des Traditionsunternehmens Kettler ermöglicht“.

Eine Bedingung muss noch erfüllt werden: Das Geld fließt nämlich erst, wenn das Insolvenzplanverfahren abgeschlossen ist; dies soll spätestens am 31. März passiert sein. Mit den durch das Land verbürgten Mitteln soll der Neustart der Kettler GmbH als „Fortführungsunternehmen“ finanziert werden.

SPD-Fraktionschef Römer zeigte sich überzeugt, dass nun „eine gute Chance für einen Neustart“ besteht. Vor allem, so der Landtagsabgeordnete für den Kreis Soest, seien das „gute Nachrichten für die Beschäftigten der Firma Kettler“.

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