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Detmold: Prozess gegen Arzu Ö.´s Vater beginnt

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DETMOLD - Mit der Verlesung der Anklage hat vor dem Landgericht Detmold am Montag der Prozess gegen den Vater der ermordeten Arzu Ö. begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 53-Jährigen Körperverletzung und Anstiftung zum Mord vor.

Zum Auftakt am Montag gab Fendi Ö. zwar zu, seine Tochter mehrmals verprügelt zu haben. Er habe aber seine fünf erwachsenen Kinder nicht angestiftet, Arzu umzubringen.

Die fünf erwachsenen Kinder waren im Mai zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Sie hatten zugegeben, ihre 18-jährige Schwester Arzu im November 2011 entführt und getötet zu haben.

Hintergrund war die Beziehung Arzus zu einem Deutschen. Die Familie Ö. gehört zur Glaubensgemeinschaft der Jesiden, die Beziehungen zu Nicht-Jesiden ablehnt. Der Richter sprach damals von einem klaren "Ehrenmord". Dem Vater droht eine Verurteilung zu lebenslanger Haft.

Geladen sind 28 Zeugen. Ursprünglich sollten auch die fünf Verurteilten vor Gericht erscheinen. Sie haben jedoch die Aussage verweigert. Dazu kommen drei Sachverständige. Vorgesehen sind insgesamt vier Verhandlungstage. -dpa/lnw

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