Der Live-Ticker

Die Zugausfälle und Verspätungen in Westfalen

HAMM/WESTFALEN  -Am Dienstagabend um 21 Uhr begaben sich die Lokomotivführer in den bundesweiten Ausstand. Gestreikt wurde bis 6 Uhr. Die Auswirkungen werden Pendler und Reisende aber noch bis in die Mittagsstunden spüren. Wie die  Lage auf den Bahnhöfen in der Region gewesen ist, können Sie in unserem Ticker nachlesen.

11 Uhr:  Auch wenn es nach der vergangenen Streiknacht aktuell noch vereinzelt - vornehmlich im Fernverkehr - zu Verspätungen kommt, im Großen und Ganzen rollen die Züge zwischen Rhein und Ruhr wieder nach Plan.

Trotzdem lässt die Bahn vorerst die kostenlose Servicenummer unter 08000 99 66 33 geschaltet. Zudem weist sie nochmals darauf hin, dass Fahrgäste, die aufgrund von streikbedingten Zugausfällen, Verspätungen oder Anschlussverlusten ihre Reise nicht wie geplant durchführen können, ihre Fahrkarte und Reservierung im DB Reisezentrum oder in den DB Agenturen kostenlos erstatten lassen können. Alternativ können Reisende den nächsten - auch höherwertigen - Zug nutzen. In diesem Fall wird bei zuggebundenen Angeboten, wie beispielsweise Sparpreis-Tickets, auch die Zugbindung aufgehoben.

An dieser Stelle beenden wir unseren Ticker zum Lokführerstreik und bedanken uns für Ihr Interesse.

Nützliches

- Informationen der Bahn

- Die Situation an Ihrem Bahnhof

- Was Reisende wissen müssen

- Infotelefon der Bahn unter 08000-996633

- Sind Sie gerade unterwegs, stehen an einem Bahnhof und der Zug kommt nicht? Haben Sie Informationen für uns? Schreiben Sie uns unter internet@wa.de oder auf unsere Facebook-Seite.

9.20 Uhr: Inzwischen hat sich der Vorsitzende der GDL nach der Streiknacht zu Wort gemeldet. Im ARD-Morgenmagazin sagte er: "Die Leute haben reagiert, haben das Verkehrsmittel Eisenbahn gemieden, so dass wir am Ende des Tages einen guten Erfolg vermelden können." Zudem werde über weitere Streiks entscheiden, wenn die Bahn ihre Blockadehaltung nicht aufgebe. Einen unbefristeten Streik schloss er aber aus.

9.05 Uhr: Probleme gibt es auf der Lennestrecke von Hagen in Richtung Siegen. Hier wird sowohl die Regionalbahn 91 ausfallen, die um 9.14 Uhr aus Werdohl in Richtung Siegen fahren soll, als auch der RE 91, der den Werdohler Bahnhof um 9.49 Uhr verlassen soll. Zudem gibt es auf dieser Strecke noch bis zum 17. Oktober zwischen Letmathe und Werdohl einen Schienenersatzverkehr wegen Bauarbeiten.

8.50 Uhr:  Die Lage auf den Bahnhöfen der Region scheint inzwischen doch recht entspannt zu sein. Die Verspätungen halten sich größtenteils in Grenzen. Zugausfälle gibt es fast ausschließlich im Fernverkehr. Aktuell wird für Hamm nur ein Ausfall im Regionalverkehr gemeldet, und zwar ist die Regionalbahn 69 Richtung Münster (Anfahrt 9.20 Uhr) betroffen.

8.30 Uhr:  Werfen wir mal einen Blick ins Rheinland, und zwar nach Köln. Im Kölner Hauptbahnhof stehen noch einige Ausfälle auf der Anzeigentafel. Betroffen sind die S-Bahn-Strecken 6 und 11. Insgesamt halten sich aber die Beeinträchtigungen in Grenzen, größere Verspätungen gibt es nur aufgrund der Störung zwischen Bielefeld und Minden.

8.05 Uhr: Das hat ja gerade noch gefehlt. Scheinbar gibt es bei der Bahn heute Morgen nicht nur Probleme auf der Strecke. Auch die App streikt angesichts der zahlreichen Fahrplan-Anfragen.

8.00 Uhr: Noch einmal zur Erinnerung: Im Fernverkehr fallen viele Züge aus, die vor 6 Uhr ihren Startbahnhof verlassen sollten. Darunter befindet sich zum Beispiel auch der IC 2222 von Aachen über Dortmund (8.11 Uhr) und Hamm (8.34 Uhr) nach Berlin.

7.55 Uhr:  Schlechte Nachricht für alle Bahnfahrer, die mit der RB 25 von Meinerzhagen nach Köln fahren möchten. Nach dem ersten Zug heute Morgen um 6.57 Uhr fällt auch die zweite Fahrt um 8.05 Uhr aus. Ab 9.03 Uhr soll es dann - Stand jetzt - wieder normal laufen.

7.50 Uhr:  Probleme gibt es heute Morgen vor allem mit dem RE 6. Inzwischen werden für den Zug, der um 5.28 Uhr in Minden gestartet ist und nach Düsseldorf fährt, ab dem Bahnhof Herford über zwei Stunden Verspätung angezeigt. Grund ist ein Notarzteinsatz.

7.40 Uhr: Während auf der Schiene der Verkehr wieder ins Rollen kommt, ist die Lage auf den Straßen in NRW noch recht entspannt. Zur Zeit spricht der WDR in seinen Verkehrsinformationen von 37 Kilometern Stau landesweit. Die Autobahnen rund um Hamm, Soest und dem Märkischen Kreis sind momentan noch frei.

7.30 Uhr:  In Hagen gibt es derzeit zwei Zugausfälle. Der Regionalexpress aus Dortmund in Richtung Aachen (Abfahrt 7.32 Uhr) fällt aus. Auch der Zug aus der Gegenrichtung, der den Bahnhof um 7.30 Uhr in Richtung Dortmund verlassen sollte, kommt heute nicht. Die S 5 in Richtung Dortmund um 7.43 Uhr kommt für Pendler als Alternative auch nur eingeschränkt in Frage, sie hat 22 Minuten Verspätung. 

7.25 Uhr: Richten wir noch einmal einen Blick auf die aktuelle Lage in Soest. Dort sieht recht positiv aus. Die RB 89 nach Paderborn um 7.36 Uhr hat zwar etwa 5 Minuten Verspätung, ansonsten sind dort der Anzeigentafel derzeit keine Verspätungen zu entnehmen.

7 .20 Uhr: Neben dem Nah- und Regionalverkehr war von dem Streik der GDL auch der Fernverkehr betroffen. Alle Züge, die am 7. Oktober nach 21 Uhr losfahren sollen, sind nicht unterwegs. Aber auch viele Züge, die heute vor 6 Uhr starten sollten, fallen aus. Eine Übersicht zu den betreffenden Zügen im Fernverkehr gibt es hier.

7.05 Uhr:Wer heute früh mit dem ICE 646, der aus Berlin kommen sollte, um 7.48 Uhr aus Hamm über Hagen nach Köln fahren wollte, muss sich eine Alternative suchen. Dieser Zug fällt wegen den Streiks aus.

7.00 Uhr: Noch ist heute Morgen Geduld gefragt. Neben dem RE 6, der wegen eine Notarzteinsatzes über eine Stunde Verspätung hat, ist auch der RE 7 in Richtung Münster besonders betroffen.  Der Zug, der um 6.59 Uhr Hamm verlassen sollte, kommt etwa 43 Minuten später.

6.52 Uhr:  Sind Sie gerade unterwegs, stehen an einem Bahnhof und der Zug kommt nicht? Haben Sie Informationen für uns? Schreiben Sie uns unter internet@wa.de oder auf unsere Facebook-Seite.

6.44 Uhr: Laut aktuellen Informationen der Deutschen Bahn verkehren in Nordrhein-Westfalen derzeit zehn Linien gemäß Fahrplan, darunter auch die Regionalbahn 52  von Dortmund nach Lüdenscheid. Auf allen anderen Strecken könne es noch bis zum Mittag zu Ausfällen und Verspätungen kommen.

Zu den Strecken ohne Behinderung gehört laut Bahn auch der RE 6 von Düsseldorf nach Minden. Allerdings hat der Zug, der um 6.44 Uhr den Bahnhoff in Hamm in Richung Minden verlassen sollte, eine Stunde Verspätung. Grund ist ein Notarzteinsatz zwischen Bielefeld und Minden.

Folgende zehn Linien befinden sich laut Bahn im Plan.

RE 2 Düsseldorf – Duisburg – Essen – Gelsenkirchen – Recklinghausen – Münster

RE 5 Koblenz – Bonn – Köln – Düsseldorf – Düsseldorf Flughafen – Duisburg – Oberhausen – Wesel – Emmerich

RE 6  Düsseldorf – Düsseldorf Flughafen – Duisburg – Essen – Dortmund – Hamm – Bielefeld – Herford – Minden

RB 32 Wesel – Bocholt

RB 35 (Düsseldorf –) Duisburg – Oberhausen – Wesel (– Emmerich)

RB 42  Essen – Gelsenkirchen – Recklinghausen – Haltern – Münster

RB 48 Bonn-Mehlem – Bonn Hbf – Köln – Solingen – Wuppertal

RB 52 Dortmund – Hagen – Schalksmühle – Lüdenscheid

S 2 Dortmund – Herne – (Recklinghausen / Wanne-Eickel – Gelsenkirchen – (Essen / Duisburg))

S 12 Düren − Horrem − Köln − Troisdorf − Siegburg − Hennef (Sieg) – Eitorf – Au (Sieg)

6.30 Uhr:  Die Regionalbahn 53 von Iserlohn nach Dortmund, Abfahrt 6.47 Uhr, hat eine Verspätung von 17 Minuten. Der folgende Zug um 7.17 Uhr soll pünktlich  kommen. Für die RB 91 aus Iserlohn nach Hagen sowie den RE 16 nach Essen werden derzeit keine Verspätungen erwartet.

6.22 Uhr: Der RE 1  von Aachen über Dortmund, Hamm und Soest nach Paderborn, die um 6.04 Uhr in Hamm sein sollte, hat derzeit etwa 40 Minuten Verspätung. Der RE 11  nach Duisburg um 6.53 ist mit einer halben Stunde Verspätung geplant. Der RE 7 nach Münster um 6.59 Uhr nach Münster wird mit 48 Minuten Verspätung angezeigt. In Richtung Krefeld soll der RE 7 um 7.01 Uhr pünktlich sein.

6.15 Uhr:  Wer heute morgen um 6.57 Uhr mit der Regionalbahn 25  von Meinerzhagen nach Köln will, muss sich eine Alternative suchen. Diese Verbindung fällt aus.

6.13 Uhr: Verspätungen gibt es auch bei der RE 11  von Hamm nach Mönchengladbach. Der Zug, der um 6.53 Uhr in Hamm losfahren soll, ist derzeit mit 30 Minuten Verspätung geplant.

Der IC 2445 von Köln nach Dresden, der um 6.45 Uhr in Hamm sein sollte, fällt aus.

6.10 Uhr: Der Streik ist beendet. Akute Probleme gibt es derzeit mit der Strecke der RE 6, die in der Nacht noch nach Fahrplan verkehrte. Grund ist nicht der Streik, sondern ein Notarzteinsatz auf der Strecke zwischen Bielefeld und Minden.  Der Zug um 6.44 Uhr von Hamm nach Düsseldorf ist derzeit mit einer Stunde Verspätung geplant.

5.56 Uhr:  In wenigen Minuten wird der Streik beendet sein. Laut Bahn verkehren in NRW drei Linien gemäß Fahrplan und zwar die RE 6 sowie die S2 und die S 12. Auf acht Strecken wurde der Betrieb seit gestern Abend komplett eingestellt. Davon betroffen sind unter anderem die RB 53 von Dortmund nach Iserlohn und die RE 57 von Dortmund nach Winterberg. Auch die RB 25 von Köln nach Meinerzhagen steht still. Dazu fielen der Regionalexpress 9,  die Regionalbahnen 20 und 35 sowie die S-Bahnen 11 und 68 aus. Auf 38 anderen Strecken kam es zu Einschränkungen.

5.25 Uhr:  Betroffen vom Streik der Lokomotivführer ist nur die Deutschen Bahn. Die privaten Anbieter in NRW wie Abellio, Nordwestbahn und Eurobahn werden nicht bestreikt. Allerdings kann es nach Angaben der Unternehmen heute auch bei ihnen zu Beeinträchtigungen kommen.  "Als Auswirkung des Streiks bei der DB kann es aufgrund abgestellter DB-Fahrzeuge in Bahnhöfen und auf Gleisanlagen kurzfristig auch zu Beeinträchtigungen, Verspätungen und Störungen im Betriebsablauf unseres Zugverkehres kommen", heißt es beispielsweise auf der Homepage der Nordwestbahn.

5.12 Uhr: Laut Informationen der Deutschen Bahn verkehren in NRW zur Stunde drei Linien gemäß Fahrplan - der Regionalexpress 6 von Düsseldorf über Essen, Dortmund und Hamm nach Minden, dazu die S2 von Dortmund nach Gelsenkirchen und die S 12 von Düren nach Au.

 

Vor allem der Nah- und Regionalverkehr sind betroffen

Der bundesweite Lokführerstreik bei der Bahn hat in der Nacht zum Mittwoch vor allem im Nah- und Regionalverkehr zu erheblichen Einschränkungen geführt. Wie die Deutsche Bahn am frühen Morgen mitteilte, waren vor allem die S-Bahnen und der Regionalverkehr in den Großräumen Berlin, Hamburg, München sowie im Rhein-Main-Gebiet und in Köln und Nürnberg von dem Ausstand betroffen. Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer war bis um 6.00 Uhr geplant. Für Mittwoch rechnet die Bahn noch mit "erheblichen Beeinträchtigungen" bis in die Mittagsstunden. - von Stefan Herholz

Rubriklistenbild: © dpa

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