Totschlags-Prozess in Arnsberg

Angeklagter gesteht Bluttat im Garten

Im Landgericht Arnsberg sitzt der Angeklagte(M).
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[Update 11.32 Uhr] Arnsberg - Nach dem brutalen Tod eines Mannes in Winterberg hat ein 27-Jähriger am Donnerstag vor Gericht die Bluttat gestanden. "Ich gebe alles zu, brauchen wir nicht weiter zu sprechen", sagte der Mann vor dem Beginn der Hauptverhandlung im Landgericht Arnsberg.

Zwar fügte er hinzu, er habe den 56-Jährigen getötet, weil dieser ein Ungläubiger gewesen sei. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft haben sich bei den Ermittlungen aber keine Hinweise auf einen möglicherweise islamistischen Hintergrund der Tat ergeben.

Der Prozess hatte in Arnsberg unter außergewöhnlich strengen Sicherheitsvorkehrungen begonnen. Der 27 Jahre alte Angeklagte wird von der Justiz als unberechenbar und gefährlich eingestuft.

Anders als zunächst vorgesehen, trug der Angeklagte im Gericht keine Stoff-Haube als Spuckschutz. Nach Auskunft seines Rechtsanwaltes Marcus Ostmeyer muss sein Mandant die Haube nicht immer aufsetzen.

Der junge Mann soll laut Anklage seinem Opfer im Streit zunächst mehrere Stiche zugefügt und es dann brutal erschlagen haben. Ein Motiv haben die Ermittler allerdings nicht gefunden. Das Opfer war in seinem Garten gefunden worden. Der 27-Jährige wurde Tage später festgenommen. In der Untersuchungshaft soll er Beamte angegriffen und verletzt haben. - dpa

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