Deggendorf - Auch die Freien Wähler zogen beim Aschermittwochstreffen über ihre Kollegen her. Der Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger nannte Seehofers Vorhaben des Schuldenabbaus ein "Massaker.

© dpa
Politischer Aschermittwoch der Freien Wähler: Fähnchen stehen am Mittwoch bei der Veranstaltung der Partei in Deggendorf
Die Freien Wähler (FW) haben am Aschermittwoch erneut den von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) angekündigten Schuldenabbau Bayerns bis 2030 scharf kritisiert. Der Bundesvorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, nannte das Vorhaben am Mittwoch in Deggendorf ein “Massaker“. Er befürchtet, dass dieser Plan ausschließlich zu Lasten der Kommunen geht. “Der große Bruder muss erstmal die kleine Schwester vorlassen, ehe er selbst zum Suppentopf drängt“, sagte Aiwanger.
Ohnehin sehen die Freien Wähler die CSU auf dem absteigenden Ast und werfen ihnen Überheblichkeit vor. “Horst Seehofer sagt, dass oben ist, wo die CSU ist. Nur weil er zwei Meter groß ist und die Nase oben hat. Das ist Bockmist“, wetterte Aiwanger unter dem tosenden Applaus der gut 1000 Anhänger. Gleichwohl schließt Aiwanger weiterhin nicht aus, vielleicht auch mit der CSU im Wahljahr 2013 zu koalieren.
Die Freien Wähler wollen im kommenden Jahr erstmals in den Bundestag einziehen. Zudem kämpfen sie bei der Landtagswahl in Bayern für eine Regierungsbeteiligung. “Wir werden rot-grünes Konfetti und auch eine schwarze Suppe verhindern“, versprach der Bundesvorsitzende. Die Freien Wähler waren 2008 mit 10,2 Prozent als drittstärkste Fraktion in den bayerischen Landtag eingezogen.
dpa



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.