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NRW sieht sich bei Integration als Vorreiter - Integrationsgesetz am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag

NRW sieht sich bei Integration als Vorreiter

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DÜSSELDORF - Um mehr Teilhabe und Chancengleichheit für Menschen mit ausländischen Wurzeln zu schaffen, will NRW als erstes Flächenland ein Integrationsgesetz verabschieden. Im Düsseldorfer Landtag wird an diesem Mittwoch mit einer breiten Zustimmung gerechnet.

Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) sagte, in Nordrhein-Westfalen mit einem Migrantenanteil von 25 Prozent müsse man alle Menschen "gesellschaftlich, politisch, kulturell und wirtschaftlich mit nach vorne" nehmen. Das bedeute für 2012, dass überall im Land Integrationsarbeit "systematisch und strukturiert" gewährleistet sein müsse.

Helfen sollen 54 kommunale Integrationszentren (KIZ), die sich den Kernaufgaben Bildung, Arbeit und spannungsfreies Zusammenleben widmen werden. Gut die Hälfte der mehr als 14 Millionen Euro, die im Haushalt 2012 für das Integrationsgesetz ausgewiesen sind, wird laut Minister an diese Zentren gehen. Sie sollen innerhalb von drei Jahren stehen. Dort können Zugewanderte etwa bei Fragen rund um Schul- und Ausbildungsabschlüsse mit Unterstützung rechnen. Zugunsten benachteiligter junger Migranten sollen Verantwortliche aus Unternehmen, Arbeitsagenturen und Migrantenverbänden an einen Tisch gebracht werden.

Schneider sieht NRW als bundesweiten Vorreiter. Nur im Stadtstaat Berlin gebe es bisher ein Integrationsgesetz. Das sei aber nicht so weitreichend wie die Regelung im bevölkerungsreichsten Bundesland, sagte eine Ministeriumssprecherin am Dienstag. - lnw

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